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Österreich will Versorgung bei ME/CFS und Long Covid besser ordnen

Redaktionelle Szene zum Thema „Österreich will Versorgung bei ME/CFS und Long Covid besser ordnen“

Die Versorgung von Menschen mit ME/CFS und anderen postakuten Infektionssyndromen soll in Österreich künftig weniger vom Zufall abhängen. Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) kündigte nach einem Beschluss in der Bundeszielsteuerungskommission an, die Datenlage zu verbessern und medizinische Behandlungen leistbarer zu machen.

Betroffen sind Patientinnen und Patienten mit postakuten Infektionssyndromen, kurz PAIS. Dazu zählen etwa ME/CFS und verschiedene Formen von Long Covid. Viele von ihnen berichten seit Jahren von langen Wegen bis zur Diagnose, von unklaren Zuständigkeiten und von hohen Kosten für Untersuchungen und Therapien. Häufig sind Hausärzte mit dem komplexen Krankheitsbild überfordert, Fachärzte nur schwer erreichbar.

Mehr Struktur für Diagnose und Behandlung

Der Beschluss zielt darauf ab, die Versorgung besser zu koordinieren und verlässlicher zu machen. Welche konkreten Maßnahmen wann umgesetzt werden, ist noch offen. Klar ist aber: Die Politik will die bisher stark voneinander abweichende Behandlungspraxis vereinheitlichen und die Versorgung stärker auf gesicherte Informationen stützen.

ME/CFS, also Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom, gilt als schwere, oft dauerhafte Erkrankung mit ausgeprägter Erschöpfung, Belastungsintoleranz und weiteren Beschwerden. Häufig tritt sie nach Infektionen auf. Auch nach Covid-Erkrankungen melden Betroffene anhaltende Symptome, die ihren Alltag massiv einschränken können.

Druck auf das Gesundheitssystem

Für das Gesundheitssystem bedeutet das Thema nicht nur eine medizinische, sondern auch eine organisatorische Herausforderung. Betroffene brauchen oft mehrere Abklärungen, bevor die richtige Diagnose gestellt wird. Ohne klare Wege in der Versorgung entstehen zusätzliche Kosten und lange Wartezeiten, während Erkrankte teils über Monate oder Jahre keine passende Betreuung erhalten.

Mit dem Beschluss in der Bundeszielsteuerungskommission rückt nun die Frage in den Vordergrund, wie Österreich Diagnostik, Betreuung und Therapien bei PAIS besser ordnen kann. Für Betroffene könnte das langfristig mehr Klarheit bringen – und weniger davon, zufällig an die richtige Anlaufstelle zu geraten.

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