In Neunkirchen in Niederösterreich wird am Sonntag neu gewählt. Auslöser der Gemeinderatswahl waren eine Parteispaltung, der Rücktritt der Bürgermeisterin und eine monatelange Blockade im Gemeinderat. Besonders viel steht für die FPÖ auf dem Spiel: Die Partei schickt einen Parteimanager als Spitzenkandidaten ins Rennen und will nach den Turbulenzen rund um die Abspaltung ehemaliger Funktionäre wieder Tritt fassen.
Auf dem Stimmzettel stehen fünf Listen, darunter auch jene sieben früheren FPÖ-Politiker, die sich nach einem Streit mit der Landespartei von den Freiheitlichen gelöst haben. Die neue Konstellation macht die Wahl in der Stadtgemeinde über den lokalen Rahmen hinaus interessant, weil sie auch als Stimmungstest für die Stärke der FPÖ nach dem innerparteilichen Bruch gilt.
Wahl nach politischer Krise
Die Neuwahl ist die Folge einer längeren Krise im Gemeinderat. Nach der Spaltung der Freiheitlichen, dem Rücktritt der Bürgermeisterin und der daraus entstandenen Blockade war der politische Betrieb in Neunkirchen zuletzt stark belastet. Mit der Abstimmung am 31. Mai soll nun wieder eine arbeitsfähige Mehrheit entstehen.
Für die FPÖ ist die Wahl heikel, weil die Abspaltung die Partei vor Ort geschwächt hat. Gleichzeitig versucht sie mit einem Kandidaten aus dem eigenen Parteiapparat, Ordnung und Geschlossenheit zu signalisieren. Ob das reicht, um die frühere Stärke in Neunkirchen wiederherzustellen, wird sich erst am Wahltag zeigen.
Fünf Listen im Rennen
Zur Wahl treten fünf Parteien an. Neben den Freiheitlichen und der Abspaltung der früheren FPÖ-Funktionäre stehen weitere Listen zur Entscheidung. Wer künftig im Gemeinderat das Sagen hat, dürfte sich auch daran entscheiden, ob die zersplitterte politische Landschaft in Neunkirchen wieder zusammenfindet oder ob die Spannungen der vergangenen Monate das Kräfteverhältnis weiter prägen.









