Ein Meteor hat am Himmel über dem philippinischen Vulkan Mayon für einen seltenen Moment gesorgt: Während der 2.462 Meter hohe Vulkan in einer Phase erhöhter Aktivität Lavaströme ausstößt, zog das Himmelsobjekt hinter dem Krater vorbei und färbte den Himmel grün. Überwachungskameras hielten das Zusammentreffen der beiden Naturereignisse fest.
Der Mayon auf der Insel Luzon zählt zu den aktivsten Vulkanen der Philippinen. Wegen seiner derzeitigen Aktivität sind rund um den Berg zahlreiche Kameras installiert, die den Krater und die Hänge laufend beobachten. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie der Meteor in einer grünen Spur durch die Dunkelheit zieht, während im Hintergrund Glut und Lava aus dem Vulkan zu erkennen sind.
Solche Bilder entstehen nur selten: Meteore sind kurzlebige Erscheinungen, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Dass ein solcher Himmelskörper ausgerechnet während eines Vulkanausbruchs oder einer Eruptionsphase im Bildfeld eines aktiv überwachten Vulkans auftaucht, macht die Aufnahme besonders ungewöhnlich. Für Forscherinnen und Forscher sind die Kameras am Mayon vor allem ein Instrument, um Veränderungen an den Lavaströmen und am Krater möglichst genau zu dokumentieren.
Der Mayon ist seit Jahren für seine regelmäßigen Ausbrüche bekannt. Wegen der Aktivität waren im Umfeld des Vulkans wiederholt Sperrzonen und Warnungen im Einsatz. Die jetzt dokumentierte Szene zeigt, wie eng Naturbeobachtung und Zufall manchmal zusammenfallen: ein aktiver Vulkan im Vordergrund, ein Meteor am Himmel dahinter.









