Die Zahl der Pflegegeldbezieher in Österreich ist im Juni weiter leicht gestiegen. Insgesamt erhielten 508.897 Menschen Pflegegeld, um 1,5 Prozent mehr als im Juni des Vorjahres, als 501.205 Anspruchsberechtigte registriert waren. Gegenüber Mai gab es mit 508.245 Beziehern nur ein kleines Plus.
Damit liegt die Zahl weiterhin über der Marke von einer halben Million. Pflegegeld ist eine zentrale Leistung des Sozialstaats und soll die zusätzlichen Kosten abfedern, die durch dauerhafte Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit entstehen. Bezugsberechtigt sind Menschen mit entsprechendem Pflegebedarf, der in Österreich nach einem gestaffelten System bewertet wird.
Leistung mit wachsender Bedeutung
Der neuerliche Anstieg reiht sich in einen längerfristigen Trend ein: Mit der alternden Bevölkerung wächst auch die Zahl jener Menschen, die auf Unterstützung im Alltag angewiesen sind. Für Politik und Budgetplanung bleibt das Pflegegeld damit ein relevanter Faktor, weil die Ausgaben mit der Zahl der Bezieher und der Höhe der Einstufungen steigen.
In der Pflegepolitik wird seit Jahren darüber diskutiert, wie die Versorgung angesichts des demografischen Wandels gesichert werden kann. Neben dem Geldleistungssystem stehen dabei vor allem verfügbare Pflegeplätze, Betreuung zu Hause und die Entlastung von Angehörigen im Mittelpunkt. Die jüngsten Zahlen zeigen, dass der Bedarf weiter hoch bleibt.









