Ein seit Jahren ungelöster Todesfall in der Steiermark wird neu aufgerollt. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen konzentriert sich die Suche nach der Identität einer im Wald gefundenen Leiche inzwischen auf Deutschland. Die sterblichen Überreste sollen demnach rund ein Jahrzehnt lang unentdeckt geblieben sein, obwohl ein Jäger den Fund schon früher gemacht haben dürfte.
Der Fall beschäftigt die Polizei erneut, weil die tote Person bis heute nicht identifiziert werden konnte. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Leiche längere Zeit im Wald gelegen ist, bevor der Fund schließlich offiziell aufgegriffen wurde. Nun werden Hinweise ausgewertet, die über Österreich hinausreichen und eine Verbindung nach Deutschland nahelegen.
Hinweise werden grenzüberschreitend geprüft
Im Zentrum stehen derzeit offenbar Personen und Vermisstenfälle mit Bezug zu Deutschland. Nach den bisherigen Ermittlungsansätzen prüfen die Beamten, ob die unbekannte Leiche aus einem Nachbarland stammen könnte oder ob dort Spuren zur Klärung der Identität führen. Solche grenzüberschreitenden Ermittlungen sind bei nicht zuordenbaren Leichenfunden üblich, wenn sich vor Ort keine eindeutigen Anhaltspunkte ergeben.
Unklar bleibt vorerst, wie lange die Leiche tatsächlich im Wald lag und unter welchen Umständen die Person ums Leben kam. Dass der Fund bereits vor Jahren durch einen Jäger bemerkt worden sein soll, macht den Fall zusätzlich heikel. Für die Ermittler ist vor allem entscheidend, ob sich aus dem Umfeld des Fundortes, aus Vermisstenmeldungen oder aus forensischen Spuren ein belastbarer Bezug herstellen lässt.
Die Steiermark ist in den vergangenen Jahren wiederholt Schauplatz von Ermittlungen gewesen, die über Jahre zurückreichen. Im aktuellen Fall geht es nun darum, eine bislang namenlose Tote oder einen bislang namenlosen Toten zu identifizieren und den Todeszeitpunkt möglichst genau einzugrenzen. Erst dann lässt sich auch beurteilen, ob ein Verbrechen vorliegt oder andere Umstände zum Tod geführt haben.
Die Polizei setzt dabei auf weitere Spurenauswertungen und internationale Abgleiche. Dass die Suche nach Antworten inzwischen stärker in Richtung Deutschland geht, deutet darauf hin, dass die entscheidenden Hinweise nicht allein am Fundort zu finden sind.









