Mit der Eröffnung des Koralmtunnels ist die Zahl der Radtouristen in Klagenfurt deutlich gestiegen. Nach Angaben aus der Tourismusbranche macht sich der Zuwachs inzwischen spürbar bemerkbar: Mittlerweile seien 17 Prozent aller Touristen Radfahrer, heißt es aus der Stadt.
Die Landeshauptstadt will darauf reagieren und Klagenfurt weiter als Knotenpunkt für Radfahrer ausbauen. Heuer wurden dafür 400.000 Euro in die Hand genommen, im kommenden Jahr soll eine ähnliche Summe folgen. Geplant sind unter anderem eine einheitlichere Beschilderung regionaler und überregionaler Radwege sowie Investitionen in die Infrastruktur.
In Klagenfurt sind rund zehn Projekte für Radfahrer in Planung. In den vergangenen fünf Jahren wurden laut Stadträtin für Straßenbau, Sandra Wassermann (FPÖ), bereits 1,3 Millionen Euro investiert. Die Stadt habe insgesamt 337 Kilometer Radwege zu pflegen, zu erhalten und neu zu errichten, sagte sie.
Gleichzeitig gibt es weiteren Bedarf. Verkehrsreferentin Wassermann verwies auf ein Budget von 235.000 Euro und sprach von dringend nötigen Maßnahmen beim Radwegbau. Ein zentraler Punkt ist für die Stadt die Drauradwegbrücke zwischen Grafenstein und St. Kanzian, mit der im kommenden Jahr ein Lückenschluss in Richtung Drauradweg gelingen soll.
Der Wirtschafts- und Tourismusreferent Julian Geier (ÖVP) sieht die Entwicklung auch als Folge der Koralmbahn. Der Radtourismus habe schon vor der Fertigstellung zugenommen, in den vergangenen Monaten aber einen weiteren Schub erhalten. Nach Auskunft der ÖBB seien die Ankünfte durch die neue Bahnverbindung um 20 bis 25 Prozent gestiegen.
Von dem Plus profitieren laut Stadt vor allem Beherbergung, Kultur, Innenstadt und Gastronomie. Radtouristen gelten im Urlaub als besonders ausgabefreudig. In Klagenfurt sind bisher 14 Betriebe als fahrradfreundlich zertifiziert, weitere dürften folgen.









