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Kitzbüheler Schwarzsee setzt auf Trinkwasser und Mähaktionen gegen Blaualgen

Redaktionelle Szene zum Thema „Kitzbüheler Schwarzsee setzt auf Trinkwasser und Mähaktionen gegen Blaualgen“

Am Kitzbüheler Schwarzsee laufen heuer mehrere Maßnahmen, um einen neuerlichen Blaualgenbefall zu verhindern. Nach der Badesperre im Vorjahr werden am See Algen gemäht, Trinkwasser eingeleitet und eine Messinsel überwacht laufend die Wasserqualität.

Im vergangenen Sommer hatten giftige Blaualgen den Badebetrieb am Schwarzsee eingeschränkt. Heuer soll der See daher frühzeitig stabil gehalten werden. Nach Angaben des zuständigen Seereferenten Rudolf Widmoser ist die Wasserqualität derzeit wieder ausgezeichnet, Schwimmen sei problemlos möglich. Auch der für Ende Juni geplante Triathlon gilt demnach aktuell nicht als gefährdet, die Lage werde aber genau beobachtet.

Die Gegenmaßnahmen zielen auf mehrere Stellschrauben zugleich. Die „echten“ Algen werden gemäht, weil sie sonst Nährstoffe liefern würden, von denen Blaualgen profitieren. Zusätzlich wird Trinkwasser in den See geleitet, um die problematische Algenkonzentration niedrig zu halten. Ein Tiefenentwässerungsrohr soll außerdem sauerstoffarmes Wasser aus den tieferen Schichten des bis zu sieben Meter tiefen Sees abziehen.

Eine Messinsel erfasst laufend Daten zu pH-Wert, Sauerstoffgehalt und Biomasse der Bakterien. Diese kontinuierlichen Messungen sollen es ermöglichen, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und die Entwicklung des Sees besser zu steuern.

Blaualgen sind Bakterien, die in vielen Seen vorkommen. Toxische Arten können dazu führen, dass Badeverbote verhängt werden müssen. Widmoser verweist darauf, dass der Schwarzsee immer wieder betroffen war, zuletzt 1972 und 2006. Der Klimawandel verschärfe das Problem, weil steigende Wassertemperaturen und längere Trockenperioden günstige Bedingungen für das Wachstum der Bakterien schaffen.

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