Nach den ersten Wochen der Kirschenernte in der Region entlang des Leithagebirges fällt die Zwischenbilanz vorsichtig positiv aus. Zwar hatten starker Wind während der Blütezeit und ein trockenes Frühjahr den Bäumen zugesetzt, der befürchtete starke Spätfrost blieb heuer aber aus. Das verbessert die Ausgangslage für viele Betriebe in der Kirschblütenregion im Burgenland deutlich.
In Breitenbrunn verarbeitet Andrea Strohmayer die Früchte in ihrem Hofladen nicht nur zu frischen Kirschen, sondern auch zu Marmelade, Strudel, Kompott und Senf. Sie zeigt sich mit der Qualität der heurigen Ernte zufrieden. Vor allem die frühen Sorten seien durch Wind und Trockenheit beeinträchtigt worden, sagte sie: Die Früchte seien kleiner gewesen, zudem habe es an manchen Bäumen weniger Behang gegeben. Inzwischen, mit den späteren Sorten, sei die Lage aber deutlich besser.
Der Preis für ein Kilogramm Kirschen liegt bei Strohmayer derzeit bei rund neun Euro. Er gilt zwar als stabil, hängt aber stark vom jeweiligen Ertrag ab und kann sich von Woche zu Woche verschieben. Bei den ersten Sorten seien die Kirschen heuer wegen des schwächeren Behangs teurer gewesen, sagte Strohmayer. Mit dem größeren Angebot bei den späteren Sorten könne es nun etwas günstiger werden.
Die Kirschenernte ist in der Region nicht nur ein landwirtschaftliches, sondern auch ein wirtschaftliches Thema. Die Betriebe müssen jedes Jahr mit den Witterungsbedingungen im Frühjahr umgehen, die für Ertrag und Qualität entscheidend sind. Dass der Spätfrost heuer ausgeblieben ist, gilt dabei als wichtiges Plus nach einem schwierigen Start in die Saison.
Strohmayer weist zugleich darauf hin, dass in den gekennzeichneten Sortengärten das Pflücken für den direkten Verzehr in kleinem Ausmaß erlaubt ist. Wer mehr mitnehmen möchte, solle die Eigentümer fragen. Gerade während der Erntezeit komme es immer wieder zu Missverständnissen zwischen erlaubtem Naschen und unerlaubtem Mitnehmen größerer Mengen.









