Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat acht Kinder-Laufräder einem Qualitätstest unterzogen. Zwei Modelle fielen dabei komplett durch: Bei einem brach im Belastungstest die Felge der Vorderachse, das andere ließ sich erst nach Nacharbeiten mit Säge und Feile zusammenbauen.
Die getesteten Laufräder sind für Kinder ab eineinhalb oder zwei Jahren gedacht und kosten zwischen 35,20 und 89,99 Euro. Das günstigste Produkt erhielt noch ein „gut“, das teuerste ein „sehr gut“. Das nur um neun Cent billigere zweitteuerste Modell fiel dagegen mit „nicht genügend“ durch, weil es ohne zusätzliche Werkzeuge nicht montierbar war.
Für den Test wurden die Räder auf einem Laufband eine Stunde lang mit 50 Kilogramm belastet. Das betroffene Modell hielt dieser Prüfung nicht stand: Nach dem Versuch brach die Felge, eine weitere Überprüfung war nicht mehr möglich. Auch bei der Fallprobe zeigten sich Unterschiede in der Stabilität.
Bei dieser Prüfung werden die Laufräder 50-mal in jede Richtung zu Fall gebracht und anschließend auf Schäden untersucht. Sieben der acht Produkte überstanden das mit nur kleinen Mängeln am Rahmen. Bei einem Modell löste sich jedoch die Gummiabdeckung an der Lenkstange, wodurch das Eisen des Lenkers frei lag. Das erhöht das Verletzungsrisiko.
Beim Kauf sollten Eltern vor allem auf die passende Größe achten. Das Kind müsse im Sitzen mit beiden Fußsohlen vollständig den Boden berühren und die Knie leicht beugen können, raten Konsumentenschützer. Zudem sollte das Laufrad nicht mehr als 30 Prozent des Körpergewichts des Kindes wiegen.
Empfohlen werden außerdem Griffe mit dicken Gummiprallschützern an den Außenseiten, versenkte Schrauben und abgedeckte Achsen. Sattel und Lenker sollten sich stufenlos verstellen lassen, damit das Rad „mitwachsen“ kann. Für ungeübte Kinder gelten Gummireifen als sinnvoller, bei mehr Erfahrung und für Fahrten auf Schotter oder Waldwegen sind Luftreifen die bessere Wahl.









