Das Kardinal-König-Haus in Wien-Lainz braucht für seine geplante Sanierung noch einen siebenstelligen Betrag. Das kirchliche Bildungshaus muss vor allem beim Brandschutz umfassend erneuert werden; die Kosten sind mit 8,4 Millionen Euro veranschlagt. Ein Teil der Summe ist bereits durch den Jesuitenorden, die Erzdiözese Wien, die Caritas, weitere Ordensgemeinschaften, die Ordenskonferenz und private Spenden abgedeckt, doch die Finanzierung ist noch nicht geschlossen.
Vor allem die Brandschutzauflagen treiben das Projekt. Nach Angaben des Hauses müssen dafür im Exerzitienbereich abgehängte Decken entfernt und alte Deckenkonstruktionen ertüchtigt werden, damit eine Brandbeständigkeit von 90 Minuten erreicht wird. Auch der Eingangsbereich samt Rezeption ist nach rund 30 Jahren ohne grundlegende Renovierung deutlich in die Jahre gekommen.
Der Umbau soll das Haus zugleich wirtschaftlich besser absichern. In den Sommermonaten ist ein Hotelbetrieb geplant, wofür auch zusätzliche Auflagen erfüllt werden müssen. So soll unter anderem eine weitere Fluchtstiege errichtet werden, damit Gäste im Ernstfall rasch ins Freie gelangen können. Die Zimmer sollen dafür schlichter, aber etwas moderner ausgestattet werden; Fernseher wird es bewusst keine geben.
Das Kardinal-König-Haus versteht sich weiterhin als Bildungs- und Exerzitienhaus. Unter anderem bietet es Programme für Erwachsene an, darunter die Akademie für Sozialmanagement. Außerdem werden Seminare für eine älter werdende Gesellschaft organisiert, etwa zur Ausbildung ehrenamtlicher Helfer im Bereich Palliativ, Hospiz und Demenz.
Das Haus in Wien-Lainz ist nach dem Jesuitenpater und Wiener Kardinal Franz König benannt. Es gilt als Ort für Weiterbildung, Seelsorge und stille Einkehr – mit Blick in den Park auf der Innenseite des Gebäudes. Nun steht vor allem die Frage im Raum, wie die offene Finanzierung für die Sanierung geschlossen werden kann.









