Ein Kärntner ist am Wochenende am Klinikum Klagenfurt an der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit gestorben. Die Erkrankung zählt zu den seltensten neurologischen Leiden überhaupt und führt zu einer raschen Zerstörung des Gehirns.
Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit gehört zu den sogenannten Prionenerkrankungen. Dabei handelt es sich um fehlgefaltete Eiweißstrukturen, die Nervenzellen schädigen und nach und nach das Gehirn angreifen. Betroffene entwickeln im Verlauf schwere Störungen von Gedächtnis, Sprache, Bewegung und Orientierung, am Ende versagen lebenswichtige Funktionen.
Die Krankheit tritt nur äußerst selten auf. Nach Angaben medizinischer Fachstellen sind weltweit nur sehr wenige Fälle pro Million Einwohner und Jahr bekannt. In Österreich handelt es sich ebenfalls um eine Rarität. Für die Diagnostik ist die Erkrankung schwierig, weil die Symptome anfangs auch bei anderen neurologischen Leiden vorkommen können.
Unterschiedliche Formen der Erkrankung
Mediziner unterscheiden mehrere Varianten der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. Die häufigste Form ist die sporadische CJK, bei der keine klare äußere Ursache festgestellt wird. Daneben gibt es erbliche und sehr selten auch übertragene Formen. Typisch ist ein rascher Verlauf: Die Beschwerden verschlechtern sich meist innerhalb weniger Monate deutlich.
Für Angehörige ist die Diagnose in der Regel ein schwerer Einschnitt, weil es keine heilende Behandlung gibt. Die Therapie beschränkt sich auf die Linderung von Beschwerden und die bestmögliche Betreuung der Patientinnen und Patienten.
Der Tod des Kärntners macht die seltene Krankheit nun auch in Österreich erneut sichtbar. Fälle wie dieser treten nur vereinzelt auf, haben für die Betroffenen und ihr Umfeld aber immer gravierende Folgen.









