Purkersdorf hat seit Montagabend eine neue Bürgermeisterin: Jasmin Klemmer-Schlögl übernimmt die Gemeindeführung in der niederösterreichischen Stadt. Sie folgt damit in einer Gemeinde nach, in der ihr Vater, der frühere Innenminister Karl Schlögl, 27 Jahre lang als Bürgermeister tätig war.
Der Wechsel an der Spitze ist für Purkersdorf auch politisch bemerkenswert, weil mit Klemmer-Schlögl eine neue Generation in das Amt rückt. Die Stadt im Wienerwald zählt zu den größeren Gemeinden im Bezirk St. Pölten-Land und gilt seit Jahren als politisch eng mit der Sozialdemokratie verbunden.
Familienname mit politischem Gewicht
Karl Schlögl prägte Purkersdorf über Jahrzehnte nicht nur als Kommunalpolitiker, sondern auch als bundesweit bekanntes Gesicht der SPÖ. Dass nun seine Tochter das Bürgermeisteramt übernimmt, verleiht dem Wechsel zusätzliche Aufmerksamkeit. Klemmer-Schlögl will nach Angaben aus ihrem Umfeld ihren eigenen Weg gehen und nicht bloß die politische Rolle ihres Vaters fortsetzen.
Welche ersten Schritte sie im neuen Amt setzen will, machte sie in einem Gespräch mit der „Krone“ deutlich. Für Purkersdorf steht damit ein personeller Neustart an der Spitze der Stadtregierung an, der vor allem lokalpolitisch Gewicht hat: Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind in Niederösterreich zentrale Ansprechpartner für Verwaltung, Infrastruktur, Raumordnung und die Zusammenarbeit mit dem Land.
Mit Klemmer-Schlögl übernimmt nun eine Frau das Amt in einer Gemeinde, deren politische Geschichte über viele Jahre stark von einer einzigen Person geprägt war. Für die Stadt beginnt damit eine neue Phase, in der sich zeigen wird, wie sehr die neue Bürgermeisterin eigene Akzente setzen kann.









