Italien drängt die EU auf eine Ausweitung von Rückführungszentren in sicheren Drittstaaten. Nach dem jüngsten Ansturm auf die spanische Exklave Ceuta wirbt Rom damit für eine Übertragung des sogenannten Albanien-Modells auf europäische Ebene. Die Einrichtungen sollen nach dem Vorschlag mit EU-Mitteln finanziert werden.
Mit den Zentren sollen Menschen untergebracht werden, die in der EU keinen Aufenthaltsstatus erhalten und rückgeführt werden sollen. Italien setzt damit auf ein Modell, bei dem Verfahren und Unterbringung außerhalb des EU-Gebiets stattfinden. Das Vorhaben ist politisch heikel, weil es um die gemeinsame Linie der Union in der Migrationspolitik geht.
Der Vorstoß reiht sich in die laufende Debatte über strengere Rückführungsregeln und eine härtere Abschottung der EU-Außengrenzen ein. Besonders seit den Ereignissen in Ceuta wird in mehreren Mitgliedstaaten wieder verstärkt über schnellere Verfahren und externe Lösungen diskutiert. Italiens Vorschlag zielt nun darauf ab, dieses Instrument nicht nur bilateral, sondern auf EU-Ebene zu verankern.









