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Iran soll mit Raketenangriff auf Trumps Katar-Jet gedroht haben

Redaktionelle Szene zum Thema „Iran soll mit Raketenangriff auf Trumps Katar-Jet gedroht haben“

US-Präsident Donald Trump ist bei seiner Rückreise vom NATO-Gipfel in Ankara 2026 nicht in seine neue Boeing 747-8 aus Katar gestiegen, sondern in die alte Air Force One gewechselt. Als Grund dafür wurden schon damals Sicherheitsbedenken genannt. Nun berichtet die New York Times, dass glaubwürdige Hinweise auf eine mögliche Bedrohung aus dem Iran-Umfeld vorgelegen haben sollen.

Dem Bericht zufolge soll es in der Phase rund um den Gipfel Hinweise gegeben haben, wonach Vertreter des iranischen Machtapparats geplant hätten, die Präsidentenmaschine mit Raketen abzuschießen. Das hätte vor allem deshalb Brisanz gehabt, weil der von Katar geschenkte Jumbo nach Angaben aus dem Umfeld nicht über jene Schutz- und Abwehrsysteme verfügte, wie sie für ein Flugzeug dieser Art im Regierungsdienst normalerweise als entscheidend gelten.

Trump hatte die Boeing 747-8 als Geschenk des Golfstaats trotz Kritik angenommen und war damit erstmals auf einer Auslandsreise unterwegs gewesen. Dass er aus Ankara nicht mit dem Jet abhob, löste schon im Sommer Fragen aus. Das Weiße Haus wies Spekulationen über technische oder sicherheitsrelevante Mängel damals zurück. Journalisten, die auf mögliche Defizite des Flugzeugs hingewiesen hatten, wurden demnach mit Gerichtsvorladungen konfrontiert.

Nach Informationen aus dem Umfeld der US-Regierung dürfte der katarische Jet erst im Herbst weiter aufgerüstet werden. Im Raum steht dabei vor allem ein verbessertes Raketenabwehrsystem. Bis dahin bleibt die alte Air Force One das sichere Ausweichflugzeug für den Präsidenten.

Der Fall hat auch außenpolitische Sprengkraft. Er verbindet Trumps umstrittenen Umgang mit dem Katar-Geschenk mit der anhaltenden Konfrontation zwischen Washington und Teheran. Zugleich wirft er Fragen nach den Sicherheitsstandards eines Flugzeugs auf, das künftig als Präsidentenjet dienen soll. Sollte sich der Verdacht eines geplanten Angriffs erhärten, würde das die Debatte über Trumps Luftflotte und die Übernahme des Jumbos erneut verschärfen.

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