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Iran-Krieg treibt Düngemittelpreise um mehr als 30 Prozent nach oben

Redaktionelle Szene zum Thema „Iran-Krieg treibt Düngemittelpreise um mehr als 30 Prozent nach oben“

Der Krieg zwischen Israel und Iran lässt die Preise für Düngemittel weltweit deutlich steigen. Nach Einschätzungen von Oxford Economics könnte sich ein Preisanstieg von mehr als 30 Prozent ergeben. Besonders heikel ist die Lage, weil 20 bis 30 Prozent der jährlich gehandelten Düngemittelprodukte durch die Meerenge von Hormuz transportiert werden.

Die enge Wasserstraße zwischen Iran und der arabischen Halbinsel ist einer der wichtigsten Knotenpunkte für den internationalen Rohstoff- und Güterverkehr. Kommt es dort zu Behinderungen oder einer Verschärfung der Sicherheitslage, verteuern sich Transporte und Versicherungen rasch. Für Düngemittelhersteller und Händler wirkt sich das unmittelbar auf die Kalkulation aus.

Düngemittel gehören zu den energie- und rohstoffintensiven Produkten. Schon vor dem jüngsten Krieg hatten höhere Gas- und Transportkosten immer wieder für Preissprünge gesorgt. Nun kommt die geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten als zusätzlicher Treiber hinzu. Für landwirtschaftliche Betriebe kann das mittelfristig höhere Kosten für die nächste Aussaat bedeuten.

Die Entwicklung ist auch für viele Länder außerhalb der Region relevant. Düngemittel sind ein zentraler Faktor für Erträge in der Landwirtschaft und damit für die Lebensmittelproduktion. Steigen die Preise längere Zeit stark an, trifft das nicht nur Produzenten, sondern letztlich auch Konsumenten über höhere Nahrungsmittelpreise.

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