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Huthi verhängen Seeblockade im Roten Meer – neue Eskalation im Konflikt mit den USA

Redaktionelle Szene zum Thema „Huthi verhängen Seeblockade im Roten Meer – neue Eskalation im Konflikt mit den USA“

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat im Roten Meer eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt und damit den Druck im regionalen Konflikt weiter erhöht. Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der die Spannungen zwischen Teheran und Washington sowie zwischen den USA und den Huthis ohnehin hoch sind.

Nach Angaben aus dem Umfeld der Miliz richtet sich der Schritt gegen die Schifffahrt in einer der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Das Rote Meer verbindet Europa über den Suezkanal mit dem Indischen Ozean; Störungen dort treffen nicht nur die Küstenstaaten, sondern auch den internationalen Warenverkehr. Saudi-Arabien spielt in diesem Konflikt eine zentrale Rolle, weil das Königreich als Gegner der Huthis gilt und im Jemen seit Jahren indirekt mit dem Iran um Einfluss ringt.

Die Huthis haben seit Beginn des Gaza-Kriegs immer wieder Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden attackiert und ihre Angriffe mit der Solidarität mit den Palästinensern begründet. Die Miliz verfügt nach Einschätzung westlicher Staaten über iranische Waffen- und Technikhilfe. Teheran bestreitet eine direkte Steuerung, gilt aber als wichtigster außenpolitischer Unterstützer der Gruppe.

Für die USA ist die Entwicklung heikel, weil Washington seit Monaten versucht, die Angriffe der Huthis auf die Schifffahrt und auf Ziele in der Region einzudämmen. Die Bundesregierung in Riad steht zugleich vor dem Risiko, dass der Konflikt noch näher an die saudische Küste und an die für den Export wichtige Infrastruktur des Landes heranrückt. Das betrifft auch die Sicherheit von Frachtern und Tankern, die die Route durch das Rote Meer nutzen.

Die neue Drohung der Huthis zeigt, wie sehr der Krieg im Nahen Osten längst über Gaza und den Jemen hinausreicht. Der Konflikt berührt inzwischen unmittelbar den Seehandel, die Sicherheit der Golfstaaten und die amerikanische Präsenz in der Region.

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