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Gutachten bestätigt psychische Störung bei 17-Jährigem nach tödlicher Messerattacke in der Südoststeiermark

Redaktionelle Szene zum Thema „Gutachten bestätigt psychische Störung bei 17-Jährigem nach tödlicher Messerattacke in der Südoststeiermark“

Ein 17-Jähriger, der im April in St. Peter am Ottersbach im Bezirk Südoststeiermark ein älteres Ehepaar mit einem Messer attackiert und dabei einen Mann getötet haben soll, hat laut einem nun vorliegenden kinder- und jugendpsychiatrischen Gutachten eine psychische Störung. Die Untersuchungshaft wurde deshalb vor wenigen Tagen in eine Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum umgewandelt.

Das bestätigte Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, auf APA-Anfrage. Der Jugendliche wartet dort nun auf eine mögliche Anklage und einen Prozess. Das Ermittlungsverfahren ist aber noch nicht abgeschlossen, der Abschlussbericht der Staatsanwaltschaft liegt weiterhin nicht vor.

Nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen war der Bursche in der Nacht auf den 22. April mit einem Messer in das Haus des Ehepaars eingedrungen und hatte beide attackiert. Das Opfer erlag seinen Verletzungen. Der 17-Jährige habe die Tat bereits gegenüber der Polizei gestanden und als Motiv „Mordlust“ angegeben.

Laut den Angaben zu den Ermittlungen hatte der Fleischerlehrling das Paar nicht gekannt, es aber gezielt in der Region ausgesucht. Er soll davon ausgegangen sein, dass er bei älteren Menschen auf weniger Gegenwehr stoßen würde. Den Hammer, mit dem er in das Haus gelangt sein soll, warf er nach der Tat weg. Das mutmaßliche Tatmesser wurde sichergestellt.

Nach der Attacke rief der Jugendliche selbst die Polizei an und stellte sich. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Mit der jetzt vorliegenden Einschätzung der Gutachter wird das Verfahren um eine entscheidende Frage ergänzt: Zwar liegt demnach eine psychische Störung vor, zum Tatzeitpunkt soll der 17-Jährige aber zurechnungsfähig gewesen sein.

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