Mit dem Beginn der Bauarbeiten an der Wiener S-Bahn-Stammstrecke im Herbst fordern die Grünen ein Fahrverbot für Autos auf mehreren betroffenen Strecken. Ziel sei es, den öffentlichen Verkehr während der Arbeiten zu bevorzugen und den erwarteten Rückstau im Straßenverkehr zu vermeiden. Für Autofahrer würde das allerdings deutliche Einschränkungen bedeuten.
Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Wien sich auf größere Verkehrsveränderungen einstellen muss. Die Arbeiten an der Stammstrecke gelten als besonders einschneidend, weil sie nicht nur den Bahnverkehr betreffen, sondern auch Auswirkungen auf den übrigen Verkehr in der Stadt haben dürften. Die Grünen argumentieren, dass die bestehenden Straßenkapazitäten in dieser Phase vorrangig für die Bim und andere öffentliche Verkehrsmittel reserviert werden sollten.
Streit um die richtige Verkehrsstrategie
Die Forderung dürfte in Wien für Diskussionen sorgen. Während Befürworter eines solchen Modells eine Entlastung des öffentlichen Verkehrs erwarten, würde ein Fahrverbot für Autos in Teilen der Stadt viele Pendler und Anrainer direkt treffen. Gerade im Herbst, wenn die Baustelle startet, dürfte die Frage nach Umleitungen, Ersatzrouten und dem Zusammenspiel der Verkehrsmittel besonders brisant werden.
Die Grünen setzen mit ihrem Vorschlag auf eine klare Priorisierung des öffentlichen Verkehrs. In einer Stadt wie Wien, in der Straßenbahn, Busse und U-Bahnen einen großen Teil der täglichen Mobilität tragen, ist die Debatte um Platz auf den Straßen nicht neu. Mit den anstehenden Bauarbeiten an der Stammstrecke bekommt sie nun aber zusätzliche Aktualität.









