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Grüne drängen auf Rücknahme der Kürzungen bei der Kinderbetreuung

Redaktionelle Szene zum Thema „Grüne drängen auf Rücknahme der Kürzungen bei der Kinderbetreuung“

Die Grünen in Salzburg fordern von der Landesregierung die Rücknahme der geplanten Kürzungen bei der Kinderbetreuung. Hintergrund sind die Sparmaßnahmen im kommenden Doppelbudget, die ab Herbst weniger Landesmittel für Kindergärten und Krabbelgruppen sowie geringere Förderungen für die Gemeinden vorsehen.

Nach Angaben der Grünen könnten die Folgen rasch bei den Eltern ankommen. Als Beispiel nennen sie Henndorf im Flachgau: Dort könnte ein Kindergartenplatz ab Herbst bis zu 123 Euro im Monat kosten, ein Platz in der Gemeinde-Krabbelstube bis zu 190 Euro. Zunächst übernehme die Gemeinde diese Kosten noch, langfristig sei das aber offen, sagte die Gemeindevertreterin Andrea Ramspacher. Sie warnte, dass bei knappen Budgets ein Ausbau des Angebots kaum noch möglich sein werde.

Auch Landtagsabgeordneter Simon Heilig-Hofbauer kritisierte die Kürzungen. Neben den sinkenden Landesförderungen seien bereits auch die Zuschüsse zu den Elternbeiträgen reduziert worden, sagte er. Für Halbtagesplätze seien es 20 Euro, für Ganztagesplätze 40 Euro weniger. Sollten zusätzliche Kürzungen folgen, müssten Gemeinden die Kosten voraussichtlich stärker an Eltern weitergeben.

Die Landesregierung verweist auf die angespannte Budgetlage. Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek (FPÖ) verteidigte die Einsparungen und sagte, jeder müsse derzeit seinen Beitrag leisten. Wenn sich der finanzielle Spielraum wieder verbessere, werde man die Mittel wieder erhöhen, kündigte sie an.

Heuer will das Land mit den Kürzungen rund 1,6 Millionen Euro einsparen. Ab 2027 sollen es den Angaben zufolge 3,4 Millionen Euro sein. Die Grünen verlangen deshalb, dass das Kürzungspaket noch vor dem Wirksamwerden der Einsparungen zurückgenommen wird.

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