Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

Giro d’Italia führt am Samstag von Gemona nach Piancavallo durch Kärnten

Redaktionelle Szene zum Thema „Giro d’Italia führt am Samstag von Gemona nach Piancavallo durch Kärnten“

Der Giro d’Italia macht am Samstag, 30. Mai, auf seiner vorletzten Etappe einen Abstecher in die Alpenregion an der österreichisch-italienischen Grenze. Das 200 Kilometer lange Teilstück führt von Gemona in Friaul nach Piancavallo und streift dabei Kärnten, was für viele Radfans in der Region einen seltenen Blick auf das Peloton aus nächster Nähe ermöglicht.

Die Strecke verläuft damit entlang eines Abschnitts, der auch für österreichische Zuschauerinnen und Zuschauer gut erreichbar ist. Piancavallo ist seit Jahren ein bekannter Zielort im italienischen Radsport und gilt mit seinem Anstieg als anspruchsvolles Finale einer Bergetappe. Dass der Giro in dieser Phase des Rennens durch das südliche Alpengebiet führt, unterstreicht die sportliche Bedeutung des Wochenendes: Es geht um die letzte große Prüfung vor dem Finale in Rom.

Für Kärnten ist die Etappe vor allem wegen der geografischen Nähe interessant. Der Giro bleibt zwar auf italienischem Boden, kommt aber so nahe an die Grenze heran, dass sich ein Tagesausflug für Radsportbegeisterte anbietet. Gerade bei einer Bergetappe ist mit besonders dichter Stimmung an den Straßen und an den Anstiegen zu rechnen, wo die Profis meist deutlich langsamer vorbeiziehen als auf flachen Abschnitten.

Der Giro d’Italia zählt neben der Tour de France und der Vuelta a España zu den drei großen Landesrundfahrten im Straßenradsport. Vor der Schlussetappe nach Rom besitzt die 20. Etappe traditionell noch einmal großes Gewicht, weil in den Bergen oft wichtige Entscheidungen im Gesamtklassement fallen. Das macht auch die Fahrt Richtung Piancavallo für das Klassement relevant.

Für die österreichische Grenzregion ist die Passage des Rennens zugleich ein weiterer Beleg dafür, wie eng der Radsport in den Alpen vernetzt ist. Viele Fans aus Kärnten und den Nachbarregionen verfolgen den Giro seit Jahren auf den italienischen Straßen, wo sich Spitzensport und Publikum oft besonders unmittelbar begegnen.

Diesen Artikel teilen