Der italienische Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa soll ab kommendem Jahr auch durch Österreich fahren und München mit Mailand sowie Rom verbinden. Damit bekommt die bestehende Bahnverbindung zwischen Norditalien, Österreich und Bayern ein schnelleres internationales Angebot.
Nach Angaben aus dem Umfeld der Planung wird der Zug auf der Strecke über österreichisches Gebiet geführt. Für Österreich bedeutet das vor allem eine zusätzliche Fernverkehrsverbindung im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland und Italien, die auf dem dichten Achsenkorridor über den Alpenraum angesiedelt ist.
Der Frecciarossa ist das Premiumprodukt der italienischen Staatsbahn Trenitalia. Die Züge sind für hohe Geschwindigkeiten im Fernverkehr ausgelegt und werden in Italien bereits auf mehreren wichtigen Nord-Süd-Verbindungen eingesetzt. Mit der Ausdehnung nach Österreich und Deutschland wird das Angebot erstmals in dieser Form über drei Länder hinweg betrieben.
Die Verbindung reiht sich in einen Trend zu mehr internationalen Bahnangeboten in Europa ein. Gerade auf stark nachgefragten Strecken zwischen Metropolen wächst der Druck, schnelle Direktverbindungen auszubauen. Für Reisende zwischen München, Norditalien und der italienischen Hauptstadt könnte die neue Route eine Alternative zu Flug oder Umstieg werden.
Für den österreichischen Bahnverkehr ist die Ankündigung vor allem deshalb relevant, weil sie die Rolle des Landes als Transitkorridor im europäischen Fernverkehr unterstreicht. Ob und in welchem Takt der Frecciarossa durch Österreich fahren wird, soll im weiteren Fahrplanangebot konkretisiert werden.









