Beim Insolvenzentgeltfonds droht im kommenden Jahr eine Finanzierungslücke. Auslöser ist die hohe Zahl an Firmenpleiten, die den Fonds stärker belasten als zuletzt.
Der Fonds springt ein, wenn Unternehmen insolvent werden und Ansprüche von Beschäftigten offen bleiben. Er sichert damit Entgeltforderungen ab, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nach einer Pleite zustehen.
Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund lehnen Kürzungen bei den Leistungen ab. Sie warnen davor, die Last der Finanzierung über geringere Ansprüche auf die Beschäftigten abzuwälzen.
Gläubigerschützer sprechen sich stattdessen für eine soziale Staffelung aus. Damit sollen aus ihrer Sicht jene stärker beitragen, die wirtschaftlich besser gestellt sind, während Arbeitnehmer nicht zusätzlich belastet werden.
Die Debatte fällt in eine Phase, in der mehrere Insolvenzen die Sozial- und Insolvenzsysteme unter Druck setzen. Welche Lösung am Ende für die Finanzierung des Fonds gewählt wird, ist damit auch eine politische Frage.









