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Finanzbildung an Oberstufen wird verpflichtend

Redaktionelle Szene zum Thema „Finanzbildung an Oberstufen wird verpflichtend“

An den Oberstufen in Österreich soll Finanzbildung künftig verpflichtend unterrichtet werden. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) will damit Themen wie Finanzplanung, Verträge und Aktien in den Lehrplan holen, um Schülerinnen und Schüler besser auf Alltag und Arbeitsleben vorzubereiten.

Die Reform ist Teil einer weiteren Anpassung der Lehrpläne. Nach den bisherigen Plänen soll Finanzbildung nicht als eigenes Fach laufen, sondern in bestehende Unterrichtsgegenstände eingebettet werden. Damit sollen Jugendliche grundlegende Kenntnisse über Geld, Konsum, Sparen, Kredite und den Umgang mit finanziellen Entscheidungen erwerben.

Gerade für ältere Schülerinnen und Schüler ist das politisch bedeutsam, weil finanzielle Entscheidungen immer früher anstehen: vom ersten eigenen Konto über Handy- und Leasingverträge bis zu Onlinekäufen oder der Frage, wie man Geld anlegt. Die Regierung knüpft mit dem Vorstoß an Forderungen an, Finanzwissen stärker als Teil der Allgemeinbildung zu verankern.

Der Schritt reiht sich in die laufenden Änderungen im Schulbereich ein. Wiederkehr hat bereits weitere Reformen im Bildungswesen angekündigt, mit denen Lehrpläne stärker auf Alltagskompetenzen ausgerichtet werden sollen. Mit der jetzt fixierten Finanzbildung bekommt dieses Vorhaben einen konkreten Schwerpunkt, der vor allem die Oberstufen betrifft.

Für Schulen bedeutet die Neuerung, dass Inhalte rund um Geld und Wirtschaft stärker systematisch vermittelt werden müssen. Entscheidend wird nun sein, wie das Bildungsministerium die Vorgaben im Detail ausarbeitet und in welchen Fächern die Inhalte tatsächlich untergebracht werden.

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