Nach dem Katamaran-Unglück vor der kroatischen Hafenstadt Split sitzt der Erste Offizier des betroffenen Schiffs in Untersuchungshaft. Die Ermittler prüfen weiter, wie es zu dem Unfall kommen konnte, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden.
Der Vorfall hatte sich vor der Küste von Split ereignet. Nach bisherigen Angaben kam es dabei zu einem Zusammenstoß, in den der Katamaran verwickelt war. Über die genaue Ursache gibt es weiter keine gesicherte öffentliche Erklärung; die Ermittlungen laufen.
Die kroatische Justiz dürfte nun vor allem klären, welche Rolle die Besatzung bei dem Unfall spielte und ob es Hinweise auf ein Fehlverhalten gibt. Untersuchungshaft wird in solchen Fällen angeordnet, wenn die Behörden Fluchtgefahr oder Einfluss auf Zeugen befürchten oder den Verdacht auf eine schwere Straftat sehen.
Für die weitere Aufarbeitung des Unglücks ist entscheidend, was aus der technischen und strafrechtlichen Untersuchung hervorgeht. Bei Schiffsunfällen werden dabei in der Regel Zeugenaussagen, Funkverkehr, Navigationsdaten und mögliche Ausweichmanöver ausgewertet. Erst danach lässt sich beurteilen, ob ein menschliches Versagen, technische Probleme oder andere Faktoren ausschlaggebend waren.
Split ist einer der wichtigsten Verkehrsknoten an der Adriaküste, auch für den Fähr- und Ausflugsverkehr in der Sommersaison. Unfälle auf See ziehen dort regelmäßig auch Fragen nach der Sicherheit in der stark frequentierten Küstenregion nach sich.









