In Kroatien nähert sich ein Großer Tümmler wiederholt Badegästen – und löst damit bei Meeresbiologen Warnungen aus. Das Tier, das auf den Namen Oliver getauft wurde, hält sich in den vergangenen Wochen in Küstennähe auf und sucht immer wieder die Nähe von Menschen.
Der Delfin wurde dadurch in sozialen Medien zum Publikumsmagneten, doch Fachleute sehen sein Verhalten kritisch. Nach Einschätzung von Meeresbiologen ist es für Mensch und Tier riskant, wenn ein wild lebender Delfin den Kontakt zu Badegästen sucht oder auf Fütterung und Aufmerksamkeit reagiert. Das könne die Tiere an Menschen gewöhnen und ihr natürliches Verhalten verändern.
Oliver ist den Angaben zufolge kein Unbekannter. Der Große Tümmler wurde in der Region bereits früher beobachtet und dürfte an die Küste gewöhnt sein. Genau das macht den Fall aus Sicht von Experten heikel: Ein Delfin, der wiederholt in Ufernähe auftaucht und keine Distanz zu Menschen hält, kann für Schwimmer ebenso problematisch werden wie für das Tier selbst.
Große Tümmler zählen zu den am häufigsten anzutreffenden Delfinarten im Mittelmeer. Sie leben in komplexen sozialen Strukturen und sind in der Regel vorsichtig gegenüber Menschen. Wenn sich ein Tier auffallend zahm verhält, warnen Fachleute vor zu großem Abstandslosigkeit, lautem Verhalten und dem Versuch, das Tier anzulocken oder zu berühren.
Gerade an der kroatischen Adriaküste kommt es immer wieder zu Begegnungen zwischen Badegästen und Meerestieren. Der aktuelle Fall zeigt, wie schnell aus einer harmlos wirkenden Annäherung ein Sicherheitsproblem werden kann. Für Delfine kann dauernder Kontakt mit Menschen Stress bedeuten, für Schwimmer steigt das Risiko von unvorhersehbaren Reaktionen des Tieres.









