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Christoph Steiner sorgt im Nationalrat immer wieder mit Zwischenrufen für Unruhe

Redaktionelle Szene zum Thema „Christoph Steiner sorgt im Nationalrat immer wieder mit Zwischenrufen für Unruhe“

Christoph Steiner fällt im Nationalrat seit seinem Einzug 2024 vor allem durch Zwischenrufe auf. Der Tiroler FPÖ-Abgeordnete geriet am Mittwoch erneut in den Blick, als Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) im Plenum seine mit Spannung erwartete Rede zum Doppelbudget hielt.

Steiner unterbrach nach Angaben aus dem Umfeld der Sitzung wiederholt den Ablauf und bestärkte damit den Eindruck, den er sich im Parlament bislang vor allem als lauter und konfrontativer Redner gemacht hat. Der Vorfall reiht sich in mehrere Auftritte ein, bei denen der Freiheitliche weniger durch Sachbeiträge als durch Zwischenrufe und Störgeräusche auffiel.

Der Nationalrat ist bei Budgetdebatten traditionell besonders aufgeheizt, weil es dabei um zentrale politische Weichenstellungen und die Verteilung öffentlicher Mittel geht. Dass Abgeordnete dazwischenrufen, ist nicht ungewöhnlich. Auffällig wird es dann, wenn einzelne Mandatare den Ton über längere Strecken bestimmen und Debatten dadurch stärker prägen als mit eigenen Wortmeldungen.

Steiner sitzt seit 2024 für die FPÖ im Nationalrat. Er zählt zu jenen Abgeordneten, die in der parlamentarischen Auseinandersetzung früh mit einem impulsiven Stil aufgefallen sind. Gerade in einer Budgetrede, die üblicherweise den Rahmen für die finanzpolitische Debatte eines Jahres setzt, wirken häufige Zwischenrufe besonders störend.

Die Rede von Marterbauer stand unter besonderer Beobachtung, weil es um das Doppelbudget und damit um die finanzielle Linie der Bundesregierung ging. In solchen Debatten prallen Regierungs- und Oppositionspositionen regelmäßig direkt aufeinander. Zwischenrufe sind dabei Teil der politischen Kultur im Parlament, sie können aber auch als Versuch gelesen werden, Redner zu unterbrechen oder die Debatte zuzuspitzen.

Für die FPÖ ist das Verhalten eines ihrer Abgeordneten heikel, weil die Partei einerseits auf deutliche Opposition setzt, andererseits im Nationalrat als ernsthafte politische Kraft wahrgenommen werden will. Wie weit einzelne Mandatare mit provokantem Auftreten gehen, kann deshalb auch zur Frage der parlamentarischen Disziplin werden.

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