Das Bundesheer hat an einer Wiener Volksschule Schülerinnen und Schülern seine Aufgaben nähergebracht – mit einem Sanitätsfahrzeug vom Typ Dingo, einem Sanitätspanzer, Hundebabys und einer Präsentation, die bewusst niederschwellig angelegt war. In der Volksschule am Campus Christine Nöstlinger im zweiten Bezirk erklärten Heeressoldaten einer vierten Klasse, was das Bundesheer macht und wie sich militärische Arbeit für Kinder verständlich vermitteln lässt.
Vor rund 100 Kindern im Alter von etwa zehn Jahren trat dabei Horst Dauerböck auf, Oberst im österreichischen Bundesheer, Kommandant des Sanitätszentrums Ost in Stammersdorf und Informationsoffizier. Dauerböck gehört zu jener Gruppe von rund 600 Bundesheerangehörigen, die Vorträge an Schulen und bei Veranstaltungen halten. Noch bevor die eigentliche Präsentation begonnen hatte, meldeten sich die Kinder mit ersten Fragen.
Im Mittelpunkt des Besuchs standen konkrete Geräte und Aufgaben des Heeres. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam das Sanitätsfahrzeug Dingo, das von mehreren Kindern sofort zum Favoriten erklärt wurde. Die Mischung aus Technik, Uniform und direkter Begegnung sollte das Bundesheer nicht abstrakt, sondern als Arbeitsumfeld mit sehr unterschiedlichen Funktionen zeigen – von der sanitätsdienstlichen Versorgung bis zur Öffentlichkeitsarbeit.
Solche Besuche sind für das Heer auch eine Form der Nachwuchs- und Imagearbeit. Gerade in Schulen trifft das Militär auf ein junges Publikum, das mit klassischen Sicherheits- und Verteidigungsfragen oft wenig Berührung hat. Die unmittelbare Vorführung in einem Klassenraum setzt dabei auf anschauliche Beispiele statt auf militärische Rhetorik.
Dass dabei auch Hundebabys eingesetzt werden, zeigt den Versuch, Zugang über Sympathieträger zu schaffen. Für das Bundesheer geht es bei solchen Terminen nicht nur darum, Ausrüstung vorzustellen, sondern vor allem darum, die eigene Rolle im zivilen Alltag zu erklären – etwa bei Rettung, Hilfeleistung oder im Sanitätsdienst.









