Die Überreste des Buckelwals „Timmy“ sollen in Dänemark zu Biodiesel und Mehl verarbeitet werden. Ein Teil der Knochen bleibt erhalten und kommt an ein Naturhistorisches Museum. Damit zeichnet sich für den viel beachteten Fall ein endgültiges Ende ab.
Timmy war im Frühjahr an der Küste für Aufsehen gesorgt, weil das Tier nach seinem Tod nicht einfach entsorgt wurde, sondern zunächst weiter untersucht und gesichert werden musste. Die Entscheidung, den Kadaver nun industriell zu verwerten, folgt dem in Dänemark üblichen Umgang mit großen Meeressäugern, deren Gewebe und Fettstoffe für technische oder tierische Produkte genutzt werden können.
Aus dem Fett von Meeressäugern lässt sich nach Angaben von Fachstellen grundsätzlich Rohstoff für Biodiesel gewinnen. Auch aus den restlichen Bestandteilen kann ein Mehl hergestellt werden, das in der Regel als Ausgangsmaterial für technische oder landwirtschaftliche Zwecke dient. Welche Mengen bei Timmy am Ende tatsächlich verwertet werden, wurde in den vorliegenden Angaben nicht beziffert.
Dass einzelne Knochen an ein Museum gehen, sichert zumindest einen kleinen Teil des Tieres für die wissenschaftliche Dokumentation. Solche Präparate werden häufig für Forschung, Lehre oder Ausstellungen verwendet, um Körperbau und Lebensweise großer Wale sichtbar zu machen.
Der Fall hat auch deshalb Aufmerksamkeit erregt, weil Buckelwale in europäischen Gewässern zwar keine Seltenheit mehr sind, verendete Tiere dieser Größe aber immer noch besondere logistische und rechtliche Fragen aufwerfen. Transport, Zerlegung und Verwertung müssen in solchen Fällen oft koordiniert werden, bevor aus einem Kadaver überhaupt ein nutzbarer Rohstoff wird.









