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Balogun darf trotz Roter Karte im Achtelfinale spielen – Spekulationen um Trump-Anruf

Redaktionelle Szene zum Thema „Balogun darf trotz Roter Karte im Achtelfinale spielen – Spekulationen um Trump-Anruf“

Folarin Balogun darf im WM-Achtelfinale der USA gegen Belgien am Dienstag in Seattle trotz seiner Roten Karte aus dem Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina auflaufen. Die FIFA setzte die übliche Sperre des US-Stürmers aus – und löste damit am Montag in den USA umgehend Spekulationen aus, ob Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Chef Gianni Infantino interveniert hat.

Balogun hatte im Sechzehntelfinale nach einem rüden, aber unabsichtlichen Foul gegen Tarik Muharemovic und nach VAR-Überprüfung die Rote Karte gesehen. Normalerweise zieht ein Platzverweis im Turnier eine automatische Sperre von zumindest einem Spiel nach sich. Laut FIFA wird die Disziplinarfolge in diesem Fall jedoch „gemäß Artikel 27 des FIFA-Disziplinarreglements für eine Probezeit von einem Jahr ausgesetzt“.

Ungewöhnlich ist nicht nur die Entscheidung selbst, sondern auch ihr Timing: Wenige Stunden vor der offiziellen Mitteilung hatte ein Bericht über einen möglichen Trump-Anruf bei Infantino für Aufsehen gesorgt. Mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen sollen den ungewöhnlichen Ablauf bestätigt haben. Weder FIFA noch das Weiße Haus äußerten sich dazu bislang öffentlich.

Der 24-jährige Balogun ist mit drei Treffern bislang bester US-Torschütze bei diesem Turnier. Für die USA ist seine Rückkehr sportlich bedeutsam, weil das Team gegen Belgien auf einen der wenigen Angreifer setzt, die in der Offensive bislang konstant für Gefahr gesorgt haben.

Trump selbst reagierte nach der FIFA-Entscheidung mit Dank an den Weltverband. Auf einer Social-Media-Plattform schrieb er, die FIFA habe „das Richtige getan“ und eine „große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht“. Auch der US-Verband zeigte sich zufrieden und erklärte, man akzeptiere die Entscheidung der Disziplinarkommission und freue sich darüber, dass Balogun wieder spielberechtigt sei.

Der Fall sorgt weit über die USA hinaus für Diskussionen, weil eine nachträglich ausgesetzte Sperre nach einer Roten Karte im WM-Turnier höchst ungewöhnlich ist. Die Entscheidung dürfte die Debatte um die Unabhängigkeit sportlicher Verfahren weiter befeuern – gerade, weil der Verdacht einer politischen Einflussnahme im Raum steht.

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