Spanien steht bei der WM nach fünf Spielen weiterhin ohne Gegentor da und kann im weiteren Turnierverlauf historische Maßstäbe setzen. Der Europameister setzte sich im Achtelfinale gegen Portugal mit 1:0 durch, Mikel Merino entschied die Partie erst in der Nachspielzeit. Damit blieb die Mannschaft von Luis de la Fuente auch im fünften Spiel der Endrunde defensiv makellos.
Der Treffer des Mittelfeldspielers von Arsenal fiel nach seiner Einwechslung in der 85. Minute. Merino traf damit erneut spät und in zentraler Rolle, ähnlich wie bereits bei Spaniens Sieg gegen Deutschland im Viertelfinale der EM 2024. Für Spanien war es der vierte Erfolg im fünften Spiel bei diesem Turnier. Lediglich gegen Sensationsteam Kap Verde reichte es zum Auftakt nur zu einem 0:0.
Abwehr als Basis des Erfolgs
Der spanische Lauf gründet sich vor allem auf Stabilität in der Defensive. Nach fünf Partien hat Spanien noch kein einziges Gegentor kassiert, dazu stehen neun erzielte Treffer zu Buche. De la Fuente vertraut dabei auf eine eingespielte Viererkette und ein festes Gerüst: Linksverteidiger Marc Cucurella, Torhüter Unai Simón sowie die Innenverteidiger Pau Cubarsí und Aymeric Laporte standen bislang in jeder Begegnung in der Startelf.
Historisch wäre ein Turniersieg ohne Gegentor eine Premiere. In der 96-jährigen WM-Geschichte ist es noch keinem Weltmeister gelungen, eine Endrunde ohne Gegentreffer zu beenden. Frankreich 1998, Italien 2006 und Spanien 2010 hatten jeweils mit zwei Gegentoren die bislang beste Bilanz. Die Schweiz blieb 2006 zwar ebenfalls ohne Gegentor, schied aber im Achtelfinale im Elfmeterschießen aus.
Für Spanien geht es nun um mehr als nur den Einzug ins Viertelfinale. Der amtierende Europameister hat mit der bisherigen Bilanz seine Titelansprüche untermauert und gehört bereits zu den besten acht Mannschaften des Turniers. Im Viertelfinale wartet am Freitag der nächste Prüfstein.









