Fahrgäste auf der Westachse müssen sich in den kommenden Monaten auf längere Reisezeiten einstellen. Wegen mehrerer Bauarbeiten und Umleitungen im Bahnnetz verlängern sich vor allem die Verbindungen zwischen Wien, Innsbruck und Vorarlberg, zudem kommt es im Unterinntal zeitweise zu weiteren Änderungen im Fahrplan.
Hintergrund ist unter anderem die Sperre der Bahnstrecke zwischen Regensburg und Passau. Dort werden im Sommer und Herbst täglich rund 120 Güterzüge über die Strecke München–Salzburg umgeleitet. Durch die hohe Auslastung müssen auch Schnellzüge langsamer fahren und sind dadurch etwa 15 Minuten länger unterwegs.
Für Reisende zwischen Innsbruck und Wien bedeutet das zunächst rund 15 Minuten mehr Fahrzeit. Weil die Züge in Innsbruck auf die Taktung der Arlbergbahn abgestimmt werden müssen, kommen in beide Richtungen noch einmal je 15 Minuten Wartezeit hinzu. Zwischen Wien und Vorarlberg verlängert sich die Reisezeit in der Folge von 14. Juni bis 12. Dezember um rund 30 Minuten.
Zusätzliche Einschränkungen gibt es vom 10. Juli bis 16. September im Unterinntal. In dieser Zeit werden dort Bauarbeiten durchgeführt, die sich auf Fernverkehrszüge in Innsbruck auswirken: Züge aus Richtung Wien kommen später an, Züge Richtung Wien fahren früher ab. Für Verbindungen ins Tiroler Oberland und nach Vorarlberg ergibt sich dadurch keine weitere Verlängerung der Reisezeit.
Vom 22. August bis 16. September greift ein weiterer Abschnitt der Bauarbeiten in den Fahrplan ein. Dann enden die Interregio-Züge (IR) in Wörgl Hauptbahnhof beziehungsweise beginnen dort, statt bis Innsbruck Hauptbahnhof zu fahren. Als Ersatz halten Railjet-Xpress-Züge (RJX) zusätzlich in Jenbach.
Modernisierung für engere Zugfolgen
Die Arbeiten betreffen auch die neue Unterinntalbahn. Dort erhalten die beiden Tunnel einen Modernisierungsschub. Vorgesehen sind eine signaltechnische Blockverdichtung und im Terfnertunnel die Fertigstellung des Überholbahnhofs Vomp im Auftrag der BBT SE.
Damit sollen auf der Strecke künftig engere Zugfolgen möglich werden. Das ist vor allem im Hinblick auf die künftige Verkehrsentwicklung und die geplante Inbetriebnahme des Brenner Basistunnels von Bedeutung.









