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Athen rüstet sich mit Bäumen, Klimaanlagen und Frühwarnsystemen gegen die Hitze

Redaktionelle Szene zum Thema „Athen rüstet sich mit Bäumen, Klimaanlagen und Frühwarnsystemen gegen die Hitze“

Die griechische Hauptstadt Athen verstärkt ihren Kampf gegen Hitze, Brände und Überschwemmungen. Bürgermeister Haris Doukas setzt dabei auf Frühwarnsysteme, neue Bäume, mehr Schatten im öffentlichen Raum und Klimaanlagen für einkommensschwache Haushalte. Die Maßnahmen kommen in einer Stadt zum Einsatz, die als eine der heißesten Europas gilt und in diesem Sommer bereits mehrere Hitzewellen mit Temperaturen von weit über 40 Grad erlebt hat.

Aktuell liegen die Tageswerte in Athen zwar bei rund 36 Grad, doch das ist für die Millionenmetropole noch vergleichsweise moderat. Problematisch ist vor allem die dichte Bebauung im Zentrum: Dort staut sich die Wärme, nachts kühlt es nur langsam ab. Besonders ältere Menschen, Kinder und Beschäftigte im Freien spüren die Belastung. Anfang der Woche wurde sogar die Akropolis wegen der Hitze am Mittag vorübergehend gesperrt und erst am Abend wieder für Besucher geöffnet.

Doukas, der der sozialdemokratischen PASOK angehört und auch Professor für Energie- und Klimapolitik ist, will die Stadt auf längere Hitzeperioden vorbereiten. Ein Schwerpunkt sind digitale Frühwarnsysteme, die etwa Brände in der Umgebung oder drohende Fluten früh melden sollen. Dazu sollen Drohnen eingesetzt werden, die Daten in Echtzeit liefern und Warnungen direkt auf die Handys der Bewohner schicken können.

Für den Sommeralltag in der Stadt greifen neue Regeln und Abläufe. Bei Temperaturen über 30 Grad soll schwere Arbeit im Freien in den heißesten Stunden unterbrochen werden. Zugleich setzt die Stadt auf mehr Grün: 13.000 neue Bäume sollen gepflanzt werden, um Schatten zu schaffen und die aufgeheizten Straßenzüge langfristig abzukühlen. Auch Trinkwasserstellen und kühlere Aufenthaltsorte im öffentlichen Raum gehören zu dem Paket.

Besonders heikel ist die Lage für Menschen, die sich Klimaanlagen nicht leisten können. Für sie plant die Stadt Unterstützung bei der Anschaffung von Geräten. Doukas verknüpft die Maßnahmen ausdrücklich mit sozialer Absicherung: Klimaschutz und Hitzeschutz seien in Athen keine abstrakte Debatte mehr, sondern eine Frage des Alltagsschutzes für die Bevölkerung.

Die Strategie zeigt, wie stark sich europäische Metropolen bereits an eine neue klimatische Realität anpassen müssen. In Athen geht es längst nicht nur um touristische Einschränkungen oder einzelne Hitzetage, sondern um den Umbau einer dicht bebauten Stadt, die im Sommer regelmäßig an ihre Belastungsgrenzen stößt.

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