Die Polizei verstärkt über das Pfingstwochenende die Verkehrskontrollen auf Österreichs Straßen. Von Freitag bis Dienstag stehen vor allem Reise- und Ausflugsverkehr im Fokus, dazu kommen gezielte Schwerpunkte auf Motorradstrecken. Im Visier sind vor allem Raser, Drängler sowie Alkohol- und Drogenlenker, teilte das Innenministerium am Freitag mit.
Die Kontrollen erfolgen laut Innenministerium in Abstimmung mit den zuständigen Verkehrsbehörden. Bundesweit werden dafür mehr Polizistinnen und Polizisten im Einsatz sein. Innenminister Gerhard Karner sprach von einem klaren Auftrag: Raser und Drängler sollten aus dem Verkehr gezogen werden, um jene zu schützen, die sich an die Regeln halten.
Unfallzahlen bleiben über die Feiertage ein Thema
Das Pfingstwochenende zählt traditionell zu den verkehrsintensiven Tagen im Jahr. Im vergangenen Jahr gab es von Freitag bis einschließlich Pfingstmontag 477 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, 558 Menschen wurden verletzt, zwei kamen ums Leben. Im Jahr 2024 wurde eine Person tödlich verletzt, 2023 waren es drei, 2022 vier.
Die Statistik des Innenministeriums zeigt zugleich starke Schwankungen über die Jahrzehnte. In den Jahren 2021 und 2024 wurde mit je einem Todesopfer der bisher niedrigste Wert seit Beginn der Erfassung im Jahr 1967 verzeichnet. Am anderen Ende der Skala stehen die bisher schwersten Pfingstwochenenden mit 45 Toten im Jahr 1979 und 44 Toten im Jahr 1984.
Mit den verstärkten Kontrollen will die Polizei vor allem auf die dichte Verkehrslage rund um den Feiertag reagieren. Neben Reiserouten und Ausflugsstrecken sollen auch beliebte Motorradabschnitte genauer überwacht werden.









