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Reparaturbons vor dem Aus? Regierung ringt um Fortführung der Geräte-Retter-Prämie

Redaktionelle Szene zum Thema „Reparaturbons vor dem Aus? Regierung ringt um Fortführung der Geräte-Retter-Prämie“

Die Bundesregierung verhandelt in den Budgetgesprächen über die Zukunft der Reparaturbons. Die „Geräte-Retter-Prämie“ wurde heuer bereits fast 100.000 Mal eingelöst, doch ob das Fördermodell nach Ende der aktuellen Mittel weiterläuft, ist offen.

Mit der Prämie werden Reparaturen von Elektrogeräten und anderen Alltagsgegenständen mit einem Zuschuss unterstützt. Das Instrument sollte Konsumgüter länger nutzbar machen, Abfall vermeiden und Reparaturen gegenüber Neuanschaffungen attraktiver machen. Gerade in Zeiten angespannter Haushaltslagen ist das politisch aber umstritten, weil jede Fortführung zusätzliche Budgetmittel bindet.

Hohe Nachfrage, offene Finanzierung

Die Zahl von fast 100.000 Einlösungen zeigt, dass das Modell auf breite Nachfrage stößt. Für die öffentliche Hand bedeutet das zugleich eine spürbare Belastung. Ob die Prämie in derselben Form weitergeführt wird, hängt damit auch von den laufenden Verhandlungen über die Budgetsituation ab.

Politisch steht die Maßnahme zwischen Umwelt- und Budgetlogik. Einerseits gilt die Förderung als Anreiz für Reparatur statt Wegwerfen. Andererseits wächst in der Regierung der Druck, bei Förderprogrammen zu sparen oder sie neu zu ordnen. Die Entscheidung über die Geräte-Retter-Prämie dürfte daher auch als Signal gelesen werden, wie ernst es der Regierung mit umweltpolitischen Anreizen in der angespannten Finanzlage ist.

Für Konsumenten wäre ein Ende der Förderung vor allem dort spürbar, wo Reparaturen bisher durch den Zuschuss deutlich günstiger geworden sind. Für Betriebe, die von der Nachfrage nach Reparaturen profitieren, steht ebenfalls einiges auf dem Spiel. Klar ist nur: Der politische Spielraum für eine Fortsetzung ist eng geworden.

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