Für das denkmalgeschützte Mittersteigtheater in Wien-Wieden gibt es neue Pläne: Nach einer Kontrolle durch die Baupolizei wurden nun überarbeitete Unterlagen für das unterirdische Jugendstil-Theater eingebracht. Ein geplanter Umbau des Ferdinand-Saals ist damit vorerst nicht umgesetzt.
Das Gebäude an der Bezirksgrenze zwischen Wieden und Margareten gilt seit Jahren als verlassener Ort mit wechselvoller Vergangenheit. Der 1911 unter einem Wohnblock fertiggestellte Saal wurde im Lauf der Jahrzehnte unter anderem als Kino, Außenstelle der Stadthalle, Bordell, Möbellager und Sportstätte genutzt. Seit rund 30 Jahren steht das Areal leer.
2025 hatte die BUWOG das mittlerweile als „Athletik-Center“ bezeichnete Objekt an die neu gegründete ZKS RABELLI GmbH verkauft. Diese Gesellschaft ist laut den Angaben im Firmenumfeld auf An- und Verkauf, Entwicklung und Verwertung von Immobilien sowie auf Veranstaltungen im Bereich Kunst und Kultur ausgerichtet. Hinter der GmbH steht demnach Mohammed Reza Akhavan Aghdam, der an zahlreichen Firmen beteiligt ist.
Für das Areal gilt Denkmalschutz. Geschützt ist der Saal samt Erschließung von der Straße über das Parterre bis ins Untergeschoss. Genau dieser historische Kern macht Eingriffe am Standort besonders heikel. Welche Nutzung letztlich für die Anlage vorgesehen ist, bleibt damit auch für die nächsten Schritte entscheidend.
Das Mittersteigtheater zählt zu jenen Wiener „Lost Places“, die wegen ihrer Architektur und Geschichte immer wieder Interesse auslösen. Dass nun neue Pläne vorliegen und die Behörden erneut eingeschaltet wurden, zeigt: Über die künftige Nutzung des Gebäudes wird weiter gerungen.









