Die finnische Hard-Rock-Band Lordi hat bei ihrem Wien-Besuch im Rahmen des Eurovision Song Contest 2026 eine Tierpatenschaft im Tierquartier Wien übernommen. Die Musiker kamen nach Angaben der Einrichtung selbst auf das Tierheim zu, weil ihnen Tierschutz ein Anliegen sei. Für das Tierquartier ist es die erste prominente Patenschaft dieser Art.
Mit den Patenschaften finanziert das Wiener Tierquartier die Betreuung besonders belasteter Tiere. Das reicht von Futter und Pflege bis zu medizinischer Versorgung. Vor allem die teuersten Einzelpatenschaften um 40 Euro im Monat sollen Tieren zugutekommen, die intensivere Hilfe brauchen – etwa älteren Hunden oder Tieren mit traumatischen Erfahrungen, die schon lange im Heim leben.
Nach Angaben des Tierquartiers sind derzeit rund 600 Tierpatenschaften aktiv. Unterstützerinnen und Unterstützer können zwischen Beiträgen von zehn bis 40 Euro monatlich wählen. Aus diesen Mitteln werden unter anderem Physiotherapie, orthopädische Hundebetten, Spezialfutter und andere pflegerische Maßnahmen bezahlt.
Rund 145.000 Euro im Jahr aus Patenschaften
Das Tierquartier nimmt durch Patenschaften laut eigenen Angaben derzeit rund 145.000 Euro im Jahr ein. Bei jährlich etwa 3.000 betreuten Tieren sei das aber nur ein Teil der Finanzierung. Medizinische Behandlungen, Operationen, besondere Futtermittel und der laufende Betrieb verursachten hohe Kosten, das Heim sei daher zunehmend auf Spenden angewiesen.
Für die Patinnen und Paten gibt es neben dem finanziellen Beitrag zusätzliche Angebote. Seit dem Valentinstag 2026 organisiert das Tierquartier für Einzelpatenschaften eine eigene WhatsApp-Gruppe, in der es regelmäßige Updates zum jeweiligen Tier gibt. Einmal im Jahr sind außerdem Führungen durch das Tierheim vorgesehen, zusätzlich verschickt die Einrichtung zweimal jährlich eine Zeitung mit Berichten über Tiere, denen durch Patenschaften geholfen werden konnte.
Neben den zahlenden Patenschaften gibt es im Tierquartier auch sogenannte Vertrauenspaten. Sie arbeiten ehrenamtlich direkt mit verunsicherten Tieren, um deren Vertrauen in Menschen wieder aufzubauen. Dafür braucht es laut Einrichtung Vorerfahrung im Umgang mit Hunden, viel Zeit, Volljährigkeit und einen tadellosen Strafregisterauszug.
Mit Lordi erhält das Wiener Tierquartier nun Unterstützung aus der Musikszene. Die Einrichtung hofft, dass das Engagement der Band auch andere Tierfreunde motiviert, Patenschaften zu übernehmen.









