Die Gemeinde Ohlsdorf in Oberösterreich will gegen die behördliche Genehmigung für das Verfüllen von rund 59.000 Tonnen Altreifen Beschwerde einlegen. Nach Angaben aus der Gemeinde richtet sich der Schritt gegen eine Entscheidung, die es einer Firma in Ohlsdorf erlauben soll, die eingelagerten Reifen nicht zu entsorgen, sondern zuzuschütten.
Der Konflikt um das sogenannte Reifengrab beschäftigt die Region seit Längerem. Vor Ort bestehen demnach weiterhin Sorgen, dass von der Deponie erneut Gefahren ausgehen könnten. Im Raum stehen dabei vor allem mögliche Brände sowie Risiken für das Trinkwasser. Die Gemeinde will nach der Sondersitzung nun den Rechtsweg beschreiten.
Für zusätzlichen Unmut sorgen in der Region auch die öffentlichen Gelder, die an die Betreiber der Deponie geflossen sein sollen. Kritiker sehen darin eine problematische Förderpraxis, solange die Altlast nicht vollständig beseitigt ist. Die Auseinandersetzung dürfte damit nicht nur um die konkrete Genehmigung, sondern auch um den Umgang mit der jahrzehntelang belasteten Fläche weitergehen.
Ohlsdorf liegt im Bezirk Gmunden und zählt zu jenen Orten, in denen die Diskussion um Altlasten, Genehmigungen und Umweltauflagen besonders sensibel geführt wird. Mit der angekündigten Beschwerde dürfte sich nun klären müssen, ob die Behörde die umstrittene Maßnahme rechtlich abgesichert hat oder ob das Vorhaben noch einmal überprüft werden muss.









