Bei einer Fahrzeugkontrolle im US-Bundesstaat Texas hat ein Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde ICE den Mexikaner Lorenzo Salgado erschossen. Nach Angaben seiner Familie lebte der Mann seit fast 35 Jahren in den USA. US-Behörden haben eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet.
Die tödliche Schussabgabe ereignete sich demnach im Zusammenhang mit einer Kontrolle durch die US-Einwanderungs- und Zollbehörde, die in den Vereinigten Staaten seit Jahren wegen ihres harten Vorgehens gegen Migranten umstritten ist. Der Fall dürfte die Debatte über den Umgang der Behörde mit Einsätzen im öffentlichen Raum weiter verschärfen.
ICE steht in den USA immer wieder im Zentrum politischer Auseinandersetzungen. Kritiker werfen der Behörde vor, mit einem konfrontativen Vorgehen Angst in Migrantengemeinden zu schüren, während Befürworter auf die Durchsetzung des Einwanderungsrechts verweisen. Der Tod von Salgado dürfte nun auch Fragen nach den Einsatzregeln und der Anwendung von Schusswaffen aufwerfen.
Nach dem bisherigen Stand ist bekannt, dass der Schuss bei einer Fahrzeugkontrolle fiel. Wie es unmittelbar zu der Eskalation kam, blieb zunächst offen. Ebenso ist unklar, welche Konsequenzen die Ermittlungen für den beteiligten ICE-Mitarbeiter haben werden.









