Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

Tschechisches Paar übersteht eisige Nacht am Großglockner

Redaktionelle Szene zum Thema „Tschechisches Paar übersteht eisige Nacht am Großglockner“

Ein tschechisches Paar hat am Großglockner eine eisige Nacht überstanden, nachdem es am Sonntag im Stüdlgrat unterwegs gewesen war und das Wetter umgeschlagen war. Die beiden Alpinisten, 32 und 27 Jahre alt, mussten im schwierigen Gelände ausharren, ehe sie von Bergrettern erreicht und in Sicherheit gebracht wurden.

Die Rettungsaktion war Teil einer Serie von Einsätzen am Fuße des höchsten Bergs Österreichs. Innerhalb von drei Tagen rückten die Einsatzkräfte dort fünfmal aus. Besonders fordernd war dabei der Einsatz für das Paar, das sich beim Anstieg am Stüdlgrat offenbar in einer Wettersituation wiederfand, die ein Weiterkommen unmöglich machte.

Gefährlicher Umschwung in großer Höhe

Der Stüdlgrat zählt zu den bekannten und anspruchsvollen Routen am Großglockner. Bei raschem Wetterwechsel kann daraus binnen kurzer Zeit eine lebensgefährliche Lage werden. Gerade im hochalpinen Gelände sind Kälte, Nässe und mangelnde Orientierung jene Faktoren, die für Alpinisten rasch zum Problem werden können.

Die Bergretter standen am Großglockner zuletzt ohnehin unter besonderem Druck. Dass innerhalb weniger Tage gleich mehrere Einsätze zusammenkamen, zeigt die Belastung, die in der laufenden Bergsaison auf die Einsatzkräfte zukommt. Für die Helfer bedeutet das nicht nur körperliche Anstrengung, sondern auch ein hohes Maß an Koordination unter oft schwierigen Bedingungen.

Hohe Anforderungen an Rettungskräfte und Alpinisten

Der Vorfall ist auch ein Hinweis darauf, wie schnell eine Tour am Großglockner kippen kann. Selbst erfahrene Alpinisten sind in dieser Region auf stabile Wetterfenster, gute Ausrüstung und eine realistische Einschätzung der eigenen Möglichkeiten angewiesen. Sobald das Wetter umschlägt, steigen die Risiken im exponierten Gelände deutlich.

Für die Bergretter war die Hilfe für das tschechische Paar daher nicht nur eine Rettung aus einer akuten Notlage, sondern auch ein weiterer Einsatz in einer Reihe von Bergungen, die die vergangenen Tage am Großglockner geprägt haben.

Diesen Artikel teilen