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Rotfeuerfisch breitet sich in der Adria aus: Biologen schlagen Alarm

Redaktionelle Szene zum Thema „Rotfeuerfisch breitet sich in der Adria aus: Biologen schlagen Alarm“

Der giftige Rotfeuerfisch breitet sich in der Adria zunehmend aus. Kroatische Meeresbiologen warnen vor der invasiven Art und bitten die Bevölkerung, Sichtungen zu melden, damit die Ausbreitung besser dokumentiert werden kann.

Der Rotfeuerfisch stammt ursprünglich aus dem Indopazifik. In der Mittelmeerregion gilt er seit Jahren als invasive Art, die sich über den Suezkanal in den östlichen und inzwischen auch in andere Teile des Mittelmeers ausgebreitet hat. Für die Adria ist das besonders heikel, weil sich das Ökosystem dort bereits unter Druck durch Überfischung, Erwärmung und andere invasive Arten befindet.

Problematisch ist der Fisch nicht nur wegen seines Aussehens. Rotfeuerfische besitzen giftige Stacheln, mit denen sie sich gegen Feinde verteidigen. Bei Kontakt kann es schmerzhaft werden, für Badende, Taucher und Fischer ist Vorsicht geboten. Zugleich jagt die Art kleine Fische und Krebstiere und kann damit lokale Bestände zusätzlich belasten.

Fachleute beobachten die Entwicklung im Adriaraum seit Längerem mit Sorge. Dass der Rotfeuerfisch nun auch dort häufiger auftaucht, gilt als weiteres Zeichen dafür, wie rasch sich wärmeliebende Arten im Zuge der Erwärmung der Meere neue Lebensräume erschließen. Gerade die nördliche Adria galt lange als weniger anfällig für solche tropischen Einwanderer, doch die Bedingungen verändern sich.

Die Bitte an die Öffentlichkeit hat auch einen praktischen Hintergrund: Nur wenn Sichtungen gemeldet werden, können Meeresbiologen Verbreitungsmuster nachvollziehen und Schutzmaßnahmen besser vorbereiten. Für die Küstenstaaten an der Adria stellt sich damit zunehmend die Frage, wie sich Fischbestände, Freizeitnutzung und Naturschutz an den Vormarsch dieser Art anpassen lassen.

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