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Petition soll Tasmaniens Robbenstar „Neil the Seal“ schützen

Redaktionelle Szene zum Thema „Petition soll Tasmaniens Robbenstar „Neil the Seal“ schützen“

In Tasmanien wächst der Druck auf den bekannten Seeelefanten „Neil the Seal“: Eine Petition fordert Schutz für das Tier, nachdem es durch seine Nähe zu Menschen und den daraus entstandenen Online-Hype immer stärker in den Fokus geraten ist. Tausende Unterzeichner wollen verhindern, dass die Robbe eingeschläfert wird.

„Neil“ ist längst über Australiens Küsten hinaus bekannt. Videos und Fotos des massigen Seeelefanten verbreiteten sich in sozialen Medien rasch, machten ihn zum Internet-Phänomen und zogen zugleich immer mehr Schaulustige an. Genau diese Popularität gilt nun als Problem: Der wachsende Menschenandrang erhöht das Risiko für das Tier und für jene, die sich ihm nähern.

Seeelefanten sind an der australischen Südküste und rund um Tasmanien heimisch. Die Tiere können mehrere Meter lang und mehrere Hundert Kilogramm schwer werden, gelten in der Begegnung mit Menschen aber als unberechenbar. Fachleute warnen seit Jahren davor, Wildtiere durch Fütterung, Annäherung oder Selfies zu stressen. Bei einem Tier, das sich in der Nähe von Straßen oder Orten mit Publikumsverkehr aufhält, steigt zudem die Gefahr von Unfällen und Fehlverhalten von Besuchern.

Der Fall „Neil“ reiht sich in ein bekanntes Muster ein: Sobald einzelne Wildtiere durch soziale Medien zu Stars werden, geraten sie oft stärker unter Beobachtung als es ihrem natürlichen Verhalten entspricht. In solchen Fällen versuchen Behörden und Tierschützer üblicherweise, den Kontakt zwischen Tier und Menschen zu begrenzen. Welche Maßnahmen im konkreten Fall ergriffen werden, ist entscheidend dafür, ob der Seeelefant weiter in Ruhe leben kann oder aus Sicherheitsgründen anders behandelt werden muss.

Für viele Unterstützer steht die Petition damit auch exemplarisch für den Umgang mit viralen Tiergeschichten. Was online zunächst harmlos und unterhaltsam wirkt, kann für ein Wildtier rasch zur Belastung werden. Im Fall von „Neil the Seal“ ist daraus eine Debatte darüber geworden, wie sich Popularität, Tierschutz und öffentliche Sicherheit miteinander vereinbaren lassen.

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