Am Freitag stellen sich 16.880 Interessierte dem mehrstündigen Aufnahmetest für das Medizinstudium an den öffentlichen Unis in Wien, Graz, Innsbruck und an der Medizin-Fakultät Linz. Damit liegt die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber wieder über der Marke von 16.000 und nähert sich dem bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2021 an.
Zu vergeben sind heuer 1.950 Studienplätze, also 50 mehr als im Vorjahr. Das Interesse an Human- und Zahnmedizin ist damit erneut deutlich gestiegen, nachdem die Anmeldezahlen in den vergangenen Jahren wiederholt unter 16.000 gelegen hatten. Vom Rekordwert 2021 mit 17.800 Interessierten bleibt der diesjährige Durchgang aber noch etwas entfernt.
Den größten Andrang gibt es erneut in Wien. Für die Medizinische Universität der Bundeshauptstadt haben sich 8.235 Personen angemeldet. Dahinter folgen Innsbruck mit 3.532 Bewerberinnen und Bewerbern, Graz mit 2.824 und Linz mit 2.289.
Auch die Verteilung der verfügbaren Plätze fällt weiterhin deutlich zugunsten Wiens aus. In Wien sind 784 Plätze zu besetzen, in Innsbruck 430, in Graz 406 und in Linz 330. Der Test ist das zentrale Auswahlverfahren für die staatlichen Medizinstudienplätze in Österreich und entscheidet darüber, wer im Herbst ein Studium beginnen kann.
Für das Humanmedizinstudium gilt weiterhin eine Quotenregelung. Mindestens 95 Prozent der Plätze gehen an EU-Bürgerinnen und -Bürger, 75 Prozent sind für Bewerberinnen und Bewerber mit österreichischem Maturazeugnis reserviert. Damit soll der Zugang zu den Studienplätzen nach bestimmten Herkunfts- und Bildungsquoten gesteuert werden.
87 der 1.950 Plätze sind zudem für sogenannte Aufgaben im öffentlichen Interesse vorgesehen. Diese Plätze sind für Bundesländer, Gesundheitskasse sowie Innen- und Verteidigungsministerium reserviert. Wer sich dafür bewirbt, musste sich zusätzlich zur regulären Anmeldung bei der jeweiligen Institution für eine Tätigkeit etwa als Kassen-, Spitals-, Militär- oder Amtsärztin beziehungsweise -arzt verpflichten.
Neben dem Medizin-Test stehen in den kommenden Wochen weitere Aufnahmeverfahren an den Universitäten an. Auch an der Wirtschaftsuniversität Wien ist am Mittwoch einer von zwei Testtagen für rund 13.000 Bewerberinnen und Bewerber angesetzt.









