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Thiem vor den French Open: Nadals Paris-Dominanz bleibt für ihn unerreicht

Redaktionelle Szene zum Thema „Thiem vor den French Open: Nadals Paris-Dominanz bleibt für ihn unerreicht“

Dominic Thiem hat kurz vor Beginn der French Open die Ausnahmestellung von Rafael Nadal in Paris hervorgehoben. Der frühere US-Open-Sieger und zweimalige Roland-Garros-Finalist sagte, es sei „völlig absurd“, was Nadal auf dem Pariser Sandplatzturnier geleistet habe. Der Spanier hatte die French Open 14-mal gewonnen und prägte das Turnier über Jahre wie kein Zweiter.

Im Gespräch blickte Thiem auf seine eigenen Jahre in Roland Garros zurück. Der 32-Jährige stand dort viermal im Halbfinale und zweimal im Endspiel. Das letzte Mal schlug er 2024 im Hauptbewerb auf, erstmals war er 2014 in Paris dabei. Für Thiem ist die Anlage im Westen der französischen Hauptstadt auch nach dem Rücktritt vom Profizirkus ein besonderer Ort geblieben. „Es ist immer wunderschön hinzukommen, auch jetzt als passiver Zuschauer“, sagte er. Das Turnier genieße er sehr, die gesamte Anlage sei wunderschön, das Stadion sensationell.

„Die meisten Spieler hat er besiegt, lange bevor sie auf den Platz gegangen sind“

Besonders beeindruckt habe ihn neben den Spielen auch Nadals Auftreten abseits des Centre Courts. Thiem beschrieb die Aura des spanischen Rekordsiegers in der Umkleide und im gesamten Turnierumfeld als außergewöhnlich. Nadal habe viele Gegner nach seiner Wahrnehmung „lange bevor sie auf den Platz gegangen sind“ geschlagen. Für den Niederösterreicher war genau diese Mischung aus Präsenz, Routine und mentaler Stärke ein wesentlicher Teil von Nadals Pariser Dominanz.

Dass Paris einen Spieler wie Nadal noch einmal erleben werde, hält Thiem für unwahrscheinlich. Der Vergleich mit der jüngeren Generation fällt für ihn klar aus: Nadals Bilanz bei den French Open sei in dieser Form kaum wiederholbar. Seine eigenen Erinnerungen an die erfolgreichen Jahre in Paris seien intensiv geblieben, auch wenn die Anspannung damals enorm gewesen sei. Gegen Ende seiner Karriere habe er die zwei Wochen bei den French Open nicht mehr in derselben Leichtigkeit genießen können wie heute als Zuschauer.

Thiem betonte zugleich, dass er den Abschied vom aktiven Tennis nicht als Verlust empfinde. Er vermisse nichts, was er heute nicht mehr haben könne, sagte er. Vielmehr sei es für ihn schön, die Matches jetzt von außen zu verfolgen und die Atmosphäre in Roland Garros ohne den Druck des Wettkampfs zu erleben. Für den 32-Jährigen bleibt das Turnier damit ein Ort großer Erinnerungen – und Rafael Nadals Pariser Erfolgsserie ein Maßstab, der aus seiner Sicht unerreicht ist.

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