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Bademeister zückte in Freibad Elektroschocker

Redaktionelle Szene zum Thema „Bademeister zückte in Freibad Elektroschocker“

Kurz vor Badeschluss am Freitagabend hat ein Bademeister im Freibad von Frankenmarkt (Oberösterreich) eine Elektroschockpistole gezogen und offenbar einen Stromstoß in die Luft abgegeben. Der Vorfall endete für den Angestellten nicht nur mit dem sofortigen Jobverlust, sondern beschäftigt nun auch die Polizei.

Nach den bislang bekannten Angaben war der Mann in einem gereizten Zustand, als es gegen Ende des Badebetriebs zu dem Zwischenfall kam. Im Freibad befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch Besucher. Verletzt wurde dem Vernehmen nach niemand. Die Situation blieb damit ohne körperliche Folgen, sorgte aber für erhebliche Verunsicherung unter den Anwesenden.

Elektroschockwaffen wie Taser oder Elektroschockpistolen sind in Österreich nicht für den allgemeinen Gebrauch vorgesehen. Ihr Einsatz ist in der Regel auf speziell befugte Sicherheitsorgane beschränkt. Dass ein Bademeister ein solches Gerät im Dienst mit sich führte und es im Umfeld eines öffentlichen Bades einsetzte, dürfte die Ermittler daher besonders interessieren.

Der Vorfall in Frankenmarkt fällt mitten in die Sommersaison, in der Freibäder in ganz Österreich stark frequentiert sind und das Personal mit hohem Publikumsandrang, Hitze und teils gereizter Stimmung umgehen muss. Gerade deshalb gelten in den Betrieben klare Regeln für den Umgang mit Gästen und für das Verhalten des Personals. Ein Ausraster mit einer Elektroschockpistole überschreitet diesen Rahmen deutlich.

Welche Folgen der Einsatz für den Mann auch strafrechtlich haben könnte, ist nach dem bisher bekannten Stand offen. Sicher ist: Für den Bademeister ist das Dienstverhältnis jedenfalls beendet. Für das Freibad bleibt der Vorfall ein schwerer Imageschaden in einer Zeit, in der öffentliche Bäder auf Vertrauen und Sicherheit angewiesen sind.

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