Die extreme Hitzewelle hat in Spanien nach Angaben der Gesundheitsbehörde im Juni mehr als 1.000 Todesopfer gefordert. Parallel dazu ist in Wien ein elfjähriges Mädchen nach einem Unfall mit einer mobilen Klimaanlage und einer Gastherme wegen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus gebracht worden.
Die spanischen Behörden führen die hohe Zahl der Hitzetoten auf die außergewöhnlich frühen und intensiven Temperaturen zurück, die große Teile des Landes seit Wochen belasten. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Experten weisen seit Beginn der Hitzewelle darauf hin, dass extreme Temperaturen die Sterblichkeit in kurzer Zeit deutlich erhöhen können, wenn Schutzmaßnahmen zu spät greifen oder nicht ausreichen.
Auch in Österreich ist die Hitze spürbar. In Wien ist der Wasserverbrauch zuletzt deutlich gestiegen, weil mehr bewässert, geduscht und getrunken wird. Gleichzeitig steigt mit den Temperaturen das Risiko für gesundheitliche Probleme, vor allem bei älteren Menschen, Kindern und Personen, die im Freien arbeiten. Die jüngste Hitzewelle hat zudem an mehreren Orten neue Temperaturrekorde oder Rekordwerte für die Jahreszeit gebracht.
Der Unfall in Wien zeigt, dass die Suche nach Abkühlung selbst gefährlich werden kann, wenn Geräte falsch verwendet oder ungünstig mit anderen Heiz- und Abluftsystemen kombiniert werden. Kohlenmonoxid ist geruchlos und kann rasch zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Das Gas entsteht etwa dann, wenn Verbrennungsgase nicht ordnungsgemäß abziehen können. In solchen Fällen raten Fachleute dazu, Heizgeräte, Therme und mobile Kühlgeräte nur nach den Herstellerangaben zu betreiben und Räume ausreichend zu belüften.
Die Hitzewelle beschäftigt derzeit weite Teile Europas. In mehreren Ländern werden gesundheitliche Folgen, steigende Belastungen für Spitäler und Rettungskräfte sowie zusätzliche Risiken für die Versorgung mit Wasser und Energie sichtbar. Die aktuellen Fälle aus Spanien und Wien machen deutlich, dass die Folgen extremer Temperaturen nicht nur auf das Wetter beschränkt bleiben, sondern direkt in den Alltag und in die Gesundheit der Menschen eingreifen.









