Die US-Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard hat ihren Rücktritt angekündigt. Nach Angaben aus ihrem Umfeld will sie ihr Amt zum 30. Juni niederlegen, um ihren an Krebs erkrankten Ehemann zu unterstützen.
Mit dem Schritt verliert die Regierung von Donald Trump eine prominente Personalie an der Spitze der Nachrichtendienste. Gabbard steht seit ihrem Wechsel in das Amt im Mittelpunkt der sicherheitspolitischen Koordination der US-Regierung und war zuletzt für die Abstimmung zwischen den Diensten zuständig.
Die frühere Kongressabgeordnete aus Hawaii war vor ihrem Wechsel ins Trump-Lager jahrelang als außenpolitisch eigenständige Stimme in der US-Politik bekannt. Ihre Berufung war in Washington dennoch umstritten, weil Gabbard zuvor sowohl die Demokraten als auch die Republikaner wiederholt gegen sich aufgebracht hatte.
Der Rückzug kommt nun aus persönlichen Gründen. Nach den vorliegenden Angaben steht die Erkrankung ihres Mannes im Zentrum der Entscheidung. Mit dem für Ende Juni geplanten Abschied endet damit eine Phase, in der Gabbard erst vor relativ kurzer Zeit eine der sensibelsten Sicherheitsfunktionen in den USA übernommen hatte.
Wer ihr an der Spitze der Geheimdienstkoordination nachfolgt, ist damit zu einem politischen Thema geworden. Gerade in einer Zeit internationaler Spannungen ist die Besetzung des Postens für das Weiße Haus von Bedeutung, weil dort die Informationen aus den verschiedenen Diensten zusammenlaufen.









