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Kalajdzic schreibt seine Geschichte mit spätem Treffer neu

Redaktionelle Szene zum Thema „Kalajdzic schreibt seine Geschichte mit spätem Treffer neu“

Sasa Kalajdzic hat mit seinem Last-Minute-Tor gegen Algerien nicht nur ein Spiel entschieden, sondern auch die Wahrnehmung seiner Person verschoben. Der 27-jährige Angreifer, über den lange vor allem wegen seiner schweren Knieverletzungen gesprochen wurde, trat am Wochenende wieder als das in Erscheinung, was ihn für den Sport ausmacht: als Torschütze.

Der Treffer kam zu einem Zeitpunkt, an dem Kalajdzics Karriere ohnehin längst von Rückschlägen geprägt war. Drei Kreuzbandrisse, mehrere Operationen und lange Reha-Phasen machten ihn über Jahre zum Symbol für sportliches Verletzungspech. Genau diese Vorgeschichte verleiht dem Tor gegen Algerien seine besondere Bedeutung: Es steht nicht nur für einen Erfolg im Spiel, sondern auch für ein Stück zurückgewonnene Normalität.

Kalajdzic ist damit mehr als nur zurück auf dem Platz. Er rückt wieder als Fußballer in den Vordergrund, nicht als Spieler, dessen Laufbahn von Ausfällen definiert wird. Für Profis mit schweren Langzeitverletzungen ist das oft der schwierigste Teil der Rückkehr: nicht die Rehabilitation allein, sondern der Kampf um die eigene sportliche Identität.

Der Österreicher hatte in den vergangenen Jahren immer wieder zeigen müssen, wie zäh dieser Weg ist. Nach jeder neuen Verletzung stand erneut die Frage im Raum, ob und in welcher Form er noch einmal an frühere Leistungen anschließen kann. Ein Treffer wie jener gegen Algerien beantwortet diese Frage nicht endgültig, verändert aber den Blick auf ihn deutlich.

Für Kalajdzic ist das Tor deshalb weit mehr als eine statistische Randnotiz. Es erzählt von Durchhaltevermögen, von einem mühsamen Comeback und von einem Spieler, der sich nicht länger nur über medizinische Befunde definieren lassen will. Solche Momente sind im Fußball selten nur sportlich.

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