Russlands Präsident Wladimir Putin hat einen ukrainischen Vorschlag abgelehnt, gegenseitige Langstreckenangriffe einzustellen. Stattdessen bekräftigte er, Russland werde weiter darauf hinarbeiten, die von Moskau beanspruchten ukrainischen Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja vollständig unter Kontrolle zu bringen.
Putin stellte den Vorstoß aus Kiew als Versuch dar, die russischen Angriffe entlang der rund 1.250 Kilometer langen Front zu bremsen. Zugleich räumte er ein, dass ukrainische Schläge auf die russische Energieversorgung inzwischen spürbare Probleme verursachten.
Die Ukraine hat ihre Angriffe auf Ziele tief im russischen Hinterland in den vergangenen Monaten verstärkt. Im Fokus stehen vor allem Ölraffinerien, Treibstofflager und andere Infrastruktur, die für die Versorgung des russischen Militärs und der Zivilbevölkerung wichtig ist. In mehreren russischen Regionen kam es dadurch wiederholt zu Engpässen bei Kraftstoff.
Auch in den besetzten ukrainischen Gebieten richtet sich der Krieg zunehmend gegen die Energieversorgung. In den von Russland kontrollierten Teilen von Cherson und Saporischschja meldeten die von Moskau eingesetzten Behörden nach Angriffen auf das Stromnetz größere Stromausfälle. Es wurden Schäden an Energieanlagen gemeldet, an der Wiederherstellung der Versorgung werde gearbeitet.
Am Sonntag wurden bei russischen Angriffen auf die ukrainischen Regionen Saporischschja, Charkiw und Sumy nach Angaben aus der Ukraine mindestens fünf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Der Krieg bleibt damit geprägt von wechselseitigen Angriffen auf militärische und zivile Infrastruktur – und von einem festgefahrenen Streit darüber, ob solche Schläge begrenzt werden sollen.









