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Tanner besucht Leonardo: Österreich sucht bei den Jets nach einer Erfolgsgeschichte

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Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hat den italienischen Rüstungskonzern Leonardo besucht, um sich ein Bild vom Stand der neuen österreichischen Trainings- und Kampfjets zu machen. Nach dem holprigen Start des Projekts soll aus dem Beschaffungsdeal für das Bundesheer nun doch noch eine Erfolgsgeschichte werden.

Der Besuch fand in einem Umfeld statt, das den Charakter des Projekts gut beschreibt: Auf Sardinien starteten an diesem Juninachmittag in engem Takt Kampfjets, während in Hangars andere Maschinen mit offenen Cockpits und fehlenden Schnauzen gewartet wurden. Für Österreich geht es dabei nicht nur um Technik, sondern auch um die Frage, ob das Heeresressort nach zuletzt schwierigen Monaten bei großen Vorhaben wieder ein belastbares Beschaffungsprojekt vorweisen kann.

Leonardo liefert jene Flugzeuge, die im Bundesheer die Lücke zwischen Ausbildung und moderner Luftverteidigung schließen sollen. Der Kauf war von Beginn an von Kritik begleitet, unter anderem wegen Verzögerungen und der Diskussion über den tatsächlichen militärischen Nutzen. Nun setzt das Ressort darauf, dass die Flugzeuge im Betrieb jene Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit bringen, die dem Projekt anfangs abgesprochen wurde.

Für Tanner kommt der Termin in einer Phase, in der das Ministerium Rückenwind brauchen kann. In den vergangenen Monaten standen im Bereich der Landesverteidigung immer wieder organisatorische und budgetäre Fragen im Raum. Ein reibungslos laufendes Luftfahrtprojekt wäre daher auch politisch von Bedeutung, weil es die Modernisierung des Heeres sichtbarer machen würde als manche andere Vorhaben.

Die Zusammenarbeit mit Leonardo ist für Österreich ein zentraler Baustein in der langfristigen Erneuerung der Luftstreitkräfte. Entscheidend wird nun sein, ob die Jets im Alltag halten, was sie auf dem Papier versprechen. Erst dann kann das Ressort die Beschaffung als Erfolg verbuchen, den es nach den ersten Rückschlägen dringend gebrauchen könnte.

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