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FPÖ in Graz: Streit um Wohnort von Kassegger und Jugendfunktionär

Redaktionelle Szene zum Thema „FPÖ in Graz: Streit um Wohnort von Kassegger und Jugendfunktionär“

In der Grazer FPÖ sorgt der Streit um den tatsächlichen Wohnort von Parteichef Axel Kassegger und eines Jugendfunktionärs für Unruhe. Im Raum steht zudem der Vorwurf, dass ein inzwischen gelöschtes Wahlvideo mit Rückendeckung aus der Partei veröffentlicht worden sein könnte. Kassegger verteidigt seine Meldeadresse in Graz.

Ausgangspunkt der Debatte ist Kassegger selbst, der als FPÖ-Chef in Graz und zugleich als Abgeordneter im Nationalrat in Wien tätig ist. Nach den vorliegenden Angaben wird in der Partei darüber gestritten, ob er tatsächlich in Graz oder im Umland lebt. Kassegger hält an seiner Meldeadresse in Graz fest, obwohl ihm seine Burschenschaft die Post an eine andere Adresse weiterleiten lässt.

Die Diskussion bleibt nicht auf seine Person beschränkt. Auch bei einem Jugendfunktionär der Grazer FPÖ gibt es Fragen zum Wohnsitz. Damit gerät die innerparteiliche Gemengelage zusätzlich unter Druck, weil es um die Glaubwürdigkeit von Funktionsträgern und um die Frage geht, wer in der Partei welche Rolle spielt.

Gelöschtes Wahlvideo als zusätzlicher Konfliktpunkt

Für zusätzliche Spannungen sorgt ein Wahlvideo, das mittlerweile gelöscht wurde. Es steht der Verdacht im Raum, dass dieses Video mit Unterstützung der Partei publiziert worden sein könnte. Konkrete Angaben dazu, wer die Veröffentlichung verantwortet hat und welche Folgen der Vorgang intern hat, liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.

Der Fall fällt in eine Phase, in der die Grazer FPÖ offenbar mehrere Baustellen gleichzeitig hat. Der Streit um Wohnsitz und Parteizugehörigkeit trifft die Partei in einer Situation, in der Fragen nach Verlässlichkeit und Geschlossenheit besonders heikel sind. Gerade in der Kommunalpolitik ist die formale und tatsächliche Verankerung am Wohnort politisch sensibel, weil sie Nähe zum Wahlgebiet signalisiert.

Axel Kassegger ist in Graz eine prominente blaue Figur. Dass nun ausgerechnet sein Wohnort und jener eines Jugendfunktionärs in den Mittelpunkt rücken, verschärft den internen Konflikt. Die Vorwürfe und Gegenvorwürfe wirken dabei wie ein weiteres Kapitel jener Debatten, in denen sich die FPÖ regelmäßig mit dem Vorwurf interner Disziplinprobleme konfrontiert sieht.

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